Sonntag, 10. Juni 2007

Fast Food - Fertigprodukte

BETROFFENHEIT:
Früher haben wir viel öfter zu Hause gegessen. Wir liessen uns von unserer Mutter bekochen und nutzten unsere Zeit für anderes. Seit wir nicht mehr zu Hause wohnen, fällt diese Essensquelle weg und wir sind für unsere Ernährung selber verantwortlich. Das, bedeutet für uns Zeitinvestition und ein Abwägen des Aufwandes für Essenszubereitung. Immer mehr greifen auch wir aus Mangel an Zeit oder aus Bequemlichkeit zu Fastfood. Eigentlich sind wir uns im Klaren, dass Fastfood keine gesunde Ernährung für uns darstellt. Aber wir handeln trotzdem immer wieder gegen unsere innere Überzeugung.

ANALYSE DER BEDÜRFNISSE:
Wir haben sehr schnell Zugang zu Fastfood und Fertigprodukten, weil sie in Tankstellen, in der Migros oder im Coop, in Take-Aways oder an verschiedenen Imbissständen angeboten werden.
Mit der Einnahme des Fastfoods stillen wir unseren Hunger und gewinnen durch den Verzicht der eigenen Zubereitung an Zeit. Wir haben ebenfalls festgestellt, dass uns eine selbstgemachte Pizza, Lasagne usw. teurer kommt, als wenn wir ein Fertigprodukt in der Migros kaufen und in den Ofen schieben.
Der weite Arbeitsweg und die gegebenen Umstände am Arbeitsplatz erlauben die Zubereitung von Mahlzeiten nicht. Deshalb fällt es den Menschen einfacher am Imbissstand um die Ecke oder bei Mac Donalds vorbeizuschauen.
Die mangelnde Fähigkeit an Kochkünsten und die gegebenen Familienverhältnisse der heutigen Zeit (Kinder sind am Mittag alleine zu Hause, Erwerbstätigkeit beider Elternteile) verleiten immer mehr zum Gebrauch von Fastfood oder Fertigprodukten.

ANALYSE DER HANDLUNGSBEDINGUNGEN:
Die gegebenen finanziellen Mittel, erlauben den Konsum von Fertigprodukten und Fastfood. Das Angebot ist immens und bietet für jeden Geschmack das passende Produkt. Bevorzugt man chinesisches Essen, geht man zu einem chinesischen Take-Away, hat man Lust auf einen Burger geht man zu Mac Donalds, wenn man einen Kebap essen will, schaut man beim türkischen Imbissstand vorbei usw. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Sogar sonntags bietet die Tankstelle zahlreiche Fertigprodukte an.
Die Zubereitung der Fertigprodukte nimmt sehr viel weniger Zeit in Anspruch als die selber zubereitete Mahlzeit. Beim Besuch einer Fastfood-Kette fällt die Wartezeit sehr kurz aus, da eine Massenabfertigung stattfindet und die Produkte schon fertig bereitstehen.
Für viele Menschen ist es wichtig, Produkte zu konsumieren, deren Geschmack sie bereits kennen. Vor allem, wenn man in einem fremden Land ist, deren Esskultur einem nicht bekannt ist, greift man gerne auf einen Geschmack zurück, den man kennt.
Die unkomplizierte Esskultur, die lockere Atmosphäre in Fastfoodlokalen und der Verzicht auf traditionelle Essensriten und Tischmanieren sind ebenfalls Gründe, für die Auswahl dieser Ernährungsform.


FACHLICHE AUFARBEITUNG:
Die Schnellverpflegungsgastronomie ist aus verschiedenen Gründen besonders attraktiv für Jugendliche: so herrschen dort geringe soziale Zwänge und eine ungezwungene Atmosphäre (keine Tischsitten, kein Besteck und Geschirr, einmal bestellen, lange sitzen bleiben usw.). Jugendliche können sich dadurch in einem gewissen Sinne auch von der Erwachsenenwelt abgrenzen.
Zudem sind Angestellte in Schnellverpflegungsrestaurants oftmals jung und sprechen dieselbe Sprache. Weiter nicht zu vernachlässigen sind die günstigen Preise und Standorte, welche oft neben Bahnhöfen, Kinos etc. liegen. Schliesslich schaffen die Systemgastronomen mit der Standardisierung ihres Angebotes ein Gefühl der Vertrautheit und Orientierung, ein bei den heute oftmals überfordernden Wahlmöglichkeiten in allen Lebensbereichen nicht zu unterschätzender Faktor.
Auch verschiedene gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahrzehnte haben zur Beliebtheit von Schnellgerichten geführt. Dazu gehören der heutzutage generell vorherrschende Zeitmangel, unsere zunehmende private und berufliche Mobilität, der zunehmende Spielraum für individuelle Lebensgestaltung sowie veränderte Familienstrukturen (mehr Einpersonenhaushalte, mehr erwerbstätige Mütter etc.).
In der Schweiz sind jedes 5. Mädchen und jeder 6. Knabe zwischen 6 und 12 Jahren übergewichtig. Wer als Kind dick ist, wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener sein. Deshalb sind Prävention und Therapie bereits im Kinder- und Jugendalter so wichtig.
Die Ursprünge des Fast Food gehen bis auf die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück, als das industrielle Zeitalter begann. Damals mussten die Leute 12 bis 14 Stunden pro Tag arbeiten. Da kaum Zeit blieb für lange Essenspausen, entstanden damals vor den Fabriken die ersten Imbissbuden und Kioske. Heute ist die (schnelle) Ausser-Haus-Verpflegung längst zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebensstils geworden. In der Schweiz essen zum Beispiel fast ein Fünftel der Jugendlichen mehr als zweimal pro Woche Schnellgerichte – wobei Knaben generell häufiger darauf zurück greifen als Mädchen.
http://www.sge-ssn.ch/d/printmedien/wissenschaftliche_publikationen/uebergewicht_bei_kindern/index.html

Weiterführende Literatur:- http://www.sprechzimmer.ch/include_php/previewdoc.php?file_id=2002
- www.feelok.ch
- http://de.wikipedia.org/wiki/Fastfood
- http://www.mcdonalds.ch/de/Default.asp?flash=true
- http://www.nutrinet.ch
- Zopp B., (1996) Ernährung, Zürich, Verlagsinstitut für Lehrmittel
- Ulrike Eberle (2006), Ernährungswende-Eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft, München, Oekom Verlag
- Gesundheitsförderung in der Schule, Lehrmittelverlag des Kantons Aargau

Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht-
Die Klasse in 2 Gruppen einteilen, eine Gruppe beschäftigt sich mit gesunder Ernährung, die andere setzt sich mit Fast Food und Fertigprodukten auseinander
theoretische Auseinandersetzung
à
eigene Erlebnisse
à
Gestaltung eines Plakates
à
mit Einbezug des Nachhaltigkeits-Dreiecks:
à
Abfall
à
Arbeitsbedingungen
à
verschiedene Ladenketten
à
saisonale Produkte
§
Produktion
§
Preis-/Leistungsverhältnis
§
Lokale Gewerbe
§
kulturelle Unterschiede
§
- Pausenkiosk oder einen gemeinsamen Znüni organisieren
- Lebensmittel vergleichen (Wie viel gesunde Dinge kann man essen, an Lebensmittel neben einander legen,
àStelle eines Hamburgers? visualisieren
- Ernährungstagebuch
- Ernährung mit Bewegung ausbalancieren, anhand vorgegebener Übungen (Banane = 10x Hampelmann, Hamburger = 30 Liegestütze, usw.)

Überprüfung des Umsetzungskonzepts am Beispiel Pausenkiosk

Exemplarisch aus allen Umsetzungsmöglichkeiten für das Thema Ernährung / Fast Food analysieren wir den Pausenkiosk anhand der Grundsätze und Qualitätsmerkmale für den Unterricht in Mensch und Umwelt.

Fokus Kind

- Kindgemässheit: Der Pausenkiosk soll von Kinder für Kinder sein. Es soll ihnen aufzeigen, welche Lebensmittel gesund sind und welche ungesund. Den Vorgang von Lebensmittel kaufen bzw. verkaufen sollte ihnen aus dem Alltag bekannt sein.

- Lebensnähe: Die meisten Kinder bringen einen Znüni mit. Viele Kinder konnten sicherlich auch schon Erfahrungen sammeln, wie man im Migros/Coop Lebensmittel auswählt, bezahlt und zubereitet.

- Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung: Jedes Kind muss essen. Um in Zukunft gesund und fit zu bleiben ist es wichtig, dass sich die Kinder gesund ernähren.

Fokus Sache:

- Sachgemässheit: Im Unterricht wird die Ernährung anhand der Ernährungspyramide und verschiedenen Lebensmitteln thematisiert. Die Kinder sollen lernen, welche Lebensmittel gesund sind und welche man nur in kleinen Mengen konsumieren soll.

- Multiperspektivität: Eine grosse Vielfalt von verschiedenen Lebensmittel kennen lernen, die zum Znüni geeignet sind. Der Pausenkiosk beinhaltet ebenfalls den wirtschaftlichen Aspekt (verkaufen / kaufen) sowie die soziale Komponente (gemeinsam etwas auf die Beine stellen).

- Vernetzung: Den Kindern wird aufgezeigt, welche Folgen schlechte Ernährungen haben können. Dies kann zum Beispiel anhand von Bildern geschehen. Dadurch wird ihnen die Wichtigkeit von einem gesunden Znüni / einer gesunden Ernährung aufgezeigt.

- Wert- und Sinnorientierung: Unter diesem Aspekt könnte vor allem der (verschwenderische) Umgang mit Lebensmittel thematisiert werden. Oft müssen wir Resten von Lebensmittel fortwerfen, während Menschen in anderen Ländern verhungern. Die Kinder sollen das Essen, welches sie im Pausenkiosk zubereiten, verkaufen und kaufen, wertschätzen.

Fokus Lernen

- Exemplarizität: Der Pausenkiosk ist eine Mini-Version der Migros oder des Coops – mit dem Unterschied, dass nur gesunde Produkte zu einem fairen Preis angeboten werden. Es wird ebenfalls darauf geachtet, dass die Lebensmittel möglichst aus einer nachhaltigen Produktion stammen und in der Region produziert wurden. Die Kinder können so ihr Konsumverhalten trainieren sowie lernen, welches gesunde bzw. ungesunde Lebensmittel sind.

- Problemorientierung / exploratives Lernen: Im Mittelpunkt könnte das Problem „Übergewicht bei Kinder“ stehen. Anhand eines Fotos von einem übergewichtigen Kind könnten die Kinder nachforschen, weshalb das Kind wohl fettleibig wurde, welche Konsequenzen das hat und was man dagegen tun kann. Der Pausenkiosk ist eine mögliche Schlussfolgerung. Der Pausenkiosk sollte möglichst von den Kindern selbstständig, aber mit Hilfe der Lehrperson realisiert werden.

- Handlungsorientierung: Der Pausenkiosk muss aufgebaut werden, die Lebensmittel eingekauft und zubereitet werden. Danach müssen die Lebensmittel verkauft werden, das Geld muss gezählt und evt. auf die Bank gebracht werden. Anhand des Pausenkiosks sind vielfältige Handlungen möglich.

- Originale Begegnung / Realanschauung: Die Kinder arbeiten mit Lebensmittel und richtigem Geld.

- Prozess- und Erlebnisorientierung: Das Projekt Pausenkiosk kann nicht von heute auf morgen realisiert werden. Es bedarf viel Vorbereitung und Hintergrundwissen, welches in den MuU-Lektionen vermittelt wird. Auch wenn das Pausenkiosk-Projekt gestartet ist, gibt es immer wieder Möglichkeiten für Veränderung und Optimierung.

Sonntag, 3. Juni 2007

Tauschtag

Als wir eine Auswahl für die Gegenstände, die wir in die Schule mitnehmen mussten, treffen mussten, ist uns die Auswahl sehr schwer gefallen. Das heißt, wir mussten uns überlegen, welche Gegenstände für uns momentan nicht mehr aktuell sind, aber für unsere MitschülerInnen doch noch attraktiv sein könnten. Wir wählten die Gegenstände nach folgenden Kriterien aus:

- möglichst kleine Sachen

- nicht mehr brauchbar für mich

- gut erhalten

- interessant für MitschülerInnen

Gewisse Gegenstände verbinden einem mit Erinnerungen an Menschen oder an besondere Momente. Aber bei der Auswahl, haben wir nur solche Gegenstände gewählt, die wir mit leichtem Herzen mitnehmen konnten.

Die aufgestellten Gegenstände machten uns neugierig, warfen Fragen auf, gewährten uns einen Einblick in die Privatsphäre unserer MitstudentenInnen und kosteten uns Überwindung, sie überhaupt mitzunehmen. Für uns war es kein Problem, wenn unsere Gegenstände nicht mitgenommen wurden, denn wir haben ja die Materialien, die wir von den MitstudentenInnen mitnehmen konnten, auch nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Wir haben nicht mehr mitgenommen, als wir gebracht haben, da wir zu Hause ja sowieso schon zu viele Sachen herumstehen haben, die wir eigentlich gar nicht brauchen.

Ein „Bring und Hol – Aktion“ könnte in der Schule folgendermaßen aussehen:

- Eltern informieren, was sie mitnehmen dürfen

- Eltern miteinbeziehen

- Regeln, nicht hamstern

- jeder darf soviel nehmen wie er will

- niemand wird ausgelacht, was man mitbringt

- 1 mal im Jahr eine solche Aktion

- die Kinder auf solche Möglichkeiten in der Gesellschaft aufmerksam machen

- Konfliktbewältigung

Samstag, 2. Juni 2007

Die Natur erleben

Über Pfingsten war ich im Tessin. Eigentlich hat es nur geregnet und trotzdem hat es mir sehr gefallen. Die Naturgeschehnisse während der Regenzeit waren sehr speziell. Man konnte verschiedene Arten von Wolken entdecken. Als ich draußen auf den See blickte, zog eine leichte Wolke sehr rasch an mir vorbei. Ihr hinterher folgte eine Regenwolke, wobei es nur eine gewisse Zeit und an einem bestimmten Ort regnete. Diese verschiedenen Wolken zu beobachten, hat mir Spaß gemacht.
Als ich am nächsten Tag mit meinem Hund spazieren ging, entdeckte ich am Himmel einen Regenbogen. Das erinnerte mich an die Verheißung Gottes die er den Menschen nach der Sintflut gegeben hatte. Nicht nur der Regenbogen ließ mich an Gott denken. Sondern auch die Wunder der Natur, denen ich in diesen Tagen begegnet bin. All die verschiedenen Sorten von Blumen, das gründe Gras, die großen Bäume und vieles mehr, ließen mich an die schöpferischen Hände Gottes denken.

In 1.Mose 31 lesen wir:
"Dann betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte und es war sehr gut!"
Halleluja. Was Gott mit der Natur geschaffen hatte ist wirklich sehr gut... =)

In Bezug auf mein Blogg Thema Afrika, würde ich sehr gerne einmal die Natur in Afrika life erleben können. Ich habe schon in vielen Büchern über die kargen und doch sehr schönen und spektakulären Landschaften Afrikas gelesen. Ich denke eine Reise nach Afrika, um dort die so andere Natur als hier in der Schweiz erleben zu können, würde sich sehr lohnen.

Freitag, 1. Juni 2007


Natur

Bei einem Spaziergang, bei einer Velotour oder beim Sitzen auf einer Bank nehme ich die Natur immer wieder bewusst wahr. Das sind für mich sehr glückliche Momente, weil ich die Schönheit der Natur um mich bewundere und einen tiefen Frieden in mir spüre. Aus solchen Augenblicken kann ich Kraft und Energie tanken und einfach mal abschalten. Es erfüllt mich mit Glück ein Teil dieser Natur zu sein. Gleichzeitig wird mir aber auch immer bewusst, dass es in unserer Verantwortung liegt, dass wir der Natur auch Sorge tragen. Die Verbundenheit mit der Natur sehe ich darin, dass wir angewiesen sind auf sie.
Die afrikanischen Völker sind noch viel naturverbundener als wir. Da diese Leute noch mehr in der Natur leben und direkter auf sie angewiesen sind, tragen sie ihr mehr Sorge und lernen sie zu schätzen. Inwiefern diese Naturvölker die Natur auch bewusst als Erholungsraum nutzen ist fraglich.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Ich und die Natur

Das letzte Wochenende hatte (oder nahm) ich mir wieder einmal viel Zeit, um die Natur zu geniessen.
Mit einer Kollegin machte ich einen langen Spaziergang durchs Riet. Der Föhn fegte uns fast weg, aber es war eine wunderschöne Erlebnis. Ich habe es genossen, nur meine Kollegin, die Natur und ich. Es war so schön still (ausser natürlich das Rauschen des Windes), alles war grün, was irgendwie einen entspannende Einfluss auf mich hatte, und wir waren die einzigen Menschen weit und Breit.
Als ich wieder zu Hause war, ging es mir jedoch nicht sehr gut. Die vielen herumwirbelnden Pollen hatten meine Schleimhäute extrem gereizt, so dass ich kaum noch sehen und atmen konnte. Das hat mich sehr beschäftigt. Ich bin allergisch auf die Natur! Kann das sein? Ist das normal? Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre merke ich jedoch, dass sehr viele Leute unter Heuschnupfen leiden – Tendenz steigend.
Ich fühle mich als Teil der Natur. Aber gerade wenn mir der Wind um die Ohren fegt wird mir bewusst, dass wir nicht gleichwertig sind, sondern die Natur immer mächtiger bleiben wird. Es gibt Plätze in der Natur, in denen ich mich besonders gerne aufhalte. Sie lassen mich ruhig werden, über Dinge nachdenken oder einfach nur glücklich sein. Draussen in der Natur gibt es immer wieder Neues zu entdecken – obwohl man glaubt, schon alles gesehen zu haben.
Ich habe keine Ahnung, wie die Menschen in Afrika die Natur wahrnehmen. Ich schätze jedoch, dass sie dies noch viel bewusster als wir tun, denn sie sind teilweise wahrscheinlich direkt von ihr abhängig. Die wenigen Nomadenvölker leben wahrscheinlich im Einklang mit der Natur und ziehen in ihrem Rhythmus weiter.

Dienstag, 29. Mai 2007

Ich und die Natur

Sonntags war ich auf einem längeren Spaziergang, zuerst auf dem Hof mit Eseln und Pferden, dann ging es zu Fuss auf die Burg Sola. Geniessen konnte ich diesen Ausflug nicht wirklich, da mich meine Tierallergie und der Heuschnupfen so sehr plagten, dass ich dauernd am Niesen war und kaum mehr aus den Augen sah. Aus diesen Gründen konnte ich die Natur auch nicht wirklich still wahr nehmen, was ich eigentlich sehr schade finde. Ich befand mich an diesem Nachmittag in einem Dilemma, einerseits liebe ich die Natur und wollte draussen bleiben, andererseits konnte ich kaum mehr atmen und fühlte mich nicht wohl.

Am Abend bin ich nochmals im Garten gesessen und da hat es besser funktioniert. Ich konnte einen Spatz hören, wie er pfeift, den Bach, wie er rauscht und die Blätter der Bäume, wie sie vom Wind hin und her gewirbelt werden. Ich fühlte mich in diesem Moment der Natur sehr nahe und habe das richtig genossen. Ich bin gerne ein Teil dieser grossen Natur, aber nur, wenn ich mich in der Umgebung wohl fühle. In meiner Freizeit bin ich sehr gerne in der Natur, sei das beim joggen, beim wandern oder spazieren oder beim Gleitschirmfliegen, meinem neuen Hobby. Wenn ich fliege fühle ich mich frei, bin ganz alleine und weit weg von allen, kann die Natur nur für mich geniessen und kann fliegen wohin es mir gefällt. Jetzt wird mir gerade bewusst, dass ich unbedingt wieder einmal fliegen sollte, denn dies habe ich auf die Seite geschoben wegen den Prüfungen etc. Doch ich glaube es würde mir gut tun, mich wieder einmal ein bisschen zu erholen.

In Afrika gibt es noch einige Menschen, die völlig in Einklang mit der Natur leben. Sie leben von und mit der Natur. Diese Menschen achten die Natur, weil sie sich von ihr ernähren und auf sie angewiesen sind. Doch diese Menschen werden immer seltener. Es gibt immer mehr Menschen, die so leben wie wir, sie nehmen die Natur nicht bewusst wahr und nehmen sich wenig Zeit sie zu geniessen.