Sonntag, 10. Juni 2007

Fast Food - Fertigprodukte

BETROFFENHEIT:
Früher haben wir viel öfter zu Hause gegessen. Wir liessen uns von unserer Mutter bekochen und nutzten unsere Zeit für anderes. Seit wir nicht mehr zu Hause wohnen, fällt diese Essensquelle weg und wir sind für unsere Ernährung selber verantwortlich. Das, bedeutet für uns Zeitinvestition und ein Abwägen des Aufwandes für Essenszubereitung. Immer mehr greifen auch wir aus Mangel an Zeit oder aus Bequemlichkeit zu Fastfood. Eigentlich sind wir uns im Klaren, dass Fastfood keine gesunde Ernährung für uns darstellt. Aber wir handeln trotzdem immer wieder gegen unsere innere Überzeugung.

ANALYSE DER BEDÜRFNISSE:
Wir haben sehr schnell Zugang zu Fastfood und Fertigprodukten, weil sie in Tankstellen, in der Migros oder im Coop, in Take-Aways oder an verschiedenen Imbissständen angeboten werden.
Mit der Einnahme des Fastfoods stillen wir unseren Hunger und gewinnen durch den Verzicht der eigenen Zubereitung an Zeit. Wir haben ebenfalls festgestellt, dass uns eine selbstgemachte Pizza, Lasagne usw. teurer kommt, als wenn wir ein Fertigprodukt in der Migros kaufen und in den Ofen schieben.
Der weite Arbeitsweg und die gegebenen Umstände am Arbeitsplatz erlauben die Zubereitung von Mahlzeiten nicht. Deshalb fällt es den Menschen einfacher am Imbissstand um die Ecke oder bei Mac Donalds vorbeizuschauen.
Die mangelnde Fähigkeit an Kochkünsten und die gegebenen Familienverhältnisse der heutigen Zeit (Kinder sind am Mittag alleine zu Hause, Erwerbstätigkeit beider Elternteile) verleiten immer mehr zum Gebrauch von Fastfood oder Fertigprodukten.

ANALYSE DER HANDLUNGSBEDINGUNGEN:
Die gegebenen finanziellen Mittel, erlauben den Konsum von Fertigprodukten und Fastfood. Das Angebot ist immens und bietet für jeden Geschmack das passende Produkt. Bevorzugt man chinesisches Essen, geht man zu einem chinesischen Take-Away, hat man Lust auf einen Burger geht man zu Mac Donalds, wenn man einen Kebap essen will, schaut man beim türkischen Imbissstand vorbei usw. Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos. Sogar sonntags bietet die Tankstelle zahlreiche Fertigprodukte an.
Die Zubereitung der Fertigprodukte nimmt sehr viel weniger Zeit in Anspruch als die selber zubereitete Mahlzeit. Beim Besuch einer Fastfood-Kette fällt die Wartezeit sehr kurz aus, da eine Massenabfertigung stattfindet und die Produkte schon fertig bereitstehen.
Für viele Menschen ist es wichtig, Produkte zu konsumieren, deren Geschmack sie bereits kennen. Vor allem, wenn man in einem fremden Land ist, deren Esskultur einem nicht bekannt ist, greift man gerne auf einen Geschmack zurück, den man kennt.
Die unkomplizierte Esskultur, die lockere Atmosphäre in Fastfoodlokalen und der Verzicht auf traditionelle Essensriten und Tischmanieren sind ebenfalls Gründe, für die Auswahl dieser Ernährungsform.


FACHLICHE AUFARBEITUNG:
Die Schnellverpflegungsgastronomie ist aus verschiedenen Gründen besonders attraktiv für Jugendliche: so herrschen dort geringe soziale Zwänge und eine ungezwungene Atmosphäre (keine Tischsitten, kein Besteck und Geschirr, einmal bestellen, lange sitzen bleiben usw.). Jugendliche können sich dadurch in einem gewissen Sinne auch von der Erwachsenenwelt abgrenzen.
Zudem sind Angestellte in Schnellverpflegungsrestaurants oftmals jung und sprechen dieselbe Sprache. Weiter nicht zu vernachlässigen sind die günstigen Preise und Standorte, welche oft neben Bahnhöfen, Kinos etc. liegen. Schliesslich schaffen die Systemgastronomen mit der Standardisierung ihres Angebotes ein Gefühl der Vertrautheit und Orientierung, ein bei den heute oftmals überfordernden Wahlmöglichkeiten in allen Lebensbereichen nicht zu unterschätzender Faktor.
Auch verschiedene gesellschaftliche Veränderungen der letzten Jahrzehnte haben zur Beliebtheit von Schnellgerichten geführt. Dazu gehören der heutzutage generell vorherrschende Zeitmangel, unsere zunehmende private und berufliche Mobilität, der zunehmende Spielraum für individuelle Lebensgestaltung sowie veränderte Familienstrukturen (mehr Einpersonenhaushalte, mehr erwerbstätige Mütter etc.).
In der Schweiz sind jedes 5. Mädchen und jeder 6. Knabe zwischen 6 und 12 Jahren übergewichtig. Wer als Kind dick ist, wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit auch als Erwachsener sein. Deshalb sind Prävention und Therapie bereits im Kinder- und Jugendalter so wichtig.
Die Ursprünge des Fast Food gehen bis auf die Anfänge des 19. Jahrhunderts zurück, als das industrielle Zeitalter begann. Damals mussten die Leute 12 bis 14 Stunden pro Tag arbeiten. Da kaum Zeit blieb für lange Essenspausen, entstanden damals vor den Fabriken die ersten Imbissbuden und Kioske. Heute ist die (schnelle) Ausser-Haus-Verpflegung längst zu einem unverzichtbaren Teil unseres Lebensstils geworden. In der Schweiz essen zum Beispiel fast ein Fünftel der Jugendlichen mehr als zweimal pro Woche Schnellgerichte – wobei Knaben generell häufiger darauf zurück greifen als Mädchen.
http://www.sge-ssn.ch/d/printmedien/wissenschaftliche_publikationen/uebergewicht_bei_kindern/index.html

Weiterführende Literatur:- http://www.sprechzimmer.ch/include_php/previewdoc.php?file_id=2002
- www.feelok.ch
- http://de.wikipedia.org/wiki/Fastfood
- http://www.mcdonalds.ch/de/Default.asp?flash=true
- http://www.nutrinet.ch
- Zopp B., (1996) Ernährung, Zürich, Verlagsinstitut für Lehrmittel
- Ulrike Eberle (2006), Ernährungswende-Eine Herausforderung für Politik, Unternehmen und Gesellschaft, München, Oekom Verlag
- Gesundheitsförderung in der Schule, Lehrmittelverlag des Kantons Aargau

Umsetzungsmöglichkeiten für den Unterricht-
Die Klasse in 2 Gruppen einteilen, eine Gruppe beschäftigt sich mit gesunder Ernährung, die andere setzt sich mit Fast Food und Fertigprodukten auseinander
theoretische Auseinandersetzung
à
eigene Erlebnisse
à
Gestaltung eines Plakates
à
mit Einbezug des Nachhaltigkeits-Dreiecks:
à
Abfall
à
Arbeitsbedingungen
à
verschiedene Ladenketten
à
saisonale Produkte
§
Produktion
§
Preis-/Leistungsverhältnis
§
Lokale Gewerbe
§
kulturelle Unterschiede
§
- Pausenkiosk oder einen gemeinsamen Znüni organisieren
- Lebensmittel vergleichen (Wie viel gesunde Dinge kann man essen, an Lebensmittel neben einander legen,
àStelle eines Hamburgers? visualisieren
- Ernährungstagebuch
- Ernährung mit Bewegung ausbalancieren, anhand vorgegebener Übungen (Banane = 10x Hampelmann, Hamburger = 30 Liegestütze, usw.)

Überprüfung des Umsetzungskonzepts am Beispiel Pausenkiosk

Exemplarisch aus allen Umsetzungsmöglichkeiten für das Thema Ernährung / Fast Food analysieren wir den Pausenkiosk anhand der Grundsätze und Qualitätsmerkmale für den Unterricht in Mensch und Umwelt.

Fokus Kind

- Kindgemässheit: Der Pausenkiosk soll von Kinder für Kinder sein. Es soll ihnen aufzeigen, welche Lebensmittel gesund sind und welche ungesund. Den Vorgang von Lebensmittel kaufen bzw. verkaufen sollte ihnen aus dem Alltag bekannt sein.

- Lebensnähe: Die meisten Kinder bringen einen Znüni mit. Viele Kinder konnten sicherlich auch schon Erfahrungen sammeln, wie man im Migros/Coop Lebensmittel auswählt, bezahlt und zubereitet.

- Gegenwartsbezug und Zukunftsbedeutung: Jedes Kind muss essen. Um in Zukunft gesund und fit zu bleiben ist es wichtig, dass sich die Kinder gesund ernähren.

Fokus Sache:

- Sachgemässheit: Im Unterricht wird die Ernährung anhand der Ernährungspyramide und verschiedenen Lebensmitteln thematisiert. Die Kinder sollen lernen, welche Lebensmittel gesund sind und welche man nur in kleinen Mengen konsumieren soll.

- Multiperspektivität: Eine grosse Vielfalt von verschiedenen Lebensmittel kennen lernen, die zum Znüni geeignet sind. Der Pausenkiosk beinhaltet ebenfalls den wirtschaftlichen Aspekt (verkaufen / kaufen) sowie die soziale Komponente (gemeinsam etwas auf die Beine stellen).

- Vernetzung: Den Kindern wird aufgezeigt, welche Folgen schlechte Ernährungen haben können. Dies kann zum Beispiel anhand von Bildern geschehen. Dadurch wird ihnen die Wichtigkeit von einem gesunden Znüni / einer gesunden Ernährung aufgezeigt.

- Wert- und Sinnorientierung: Unter diesem Aspekt könnte vor allem der (verschwenderische) Umgang mit Lebensmittel thematisiert werden. Oft müssen wir Resten von Lebensmittel fortwerfen, während Menschen in anderen Ländern verhungern. Die Kinder sollen das Essen, welches sie im Pausenkiosk zubereiten, verkaufen und kaufen, wertschätzen.

Fokus Lernen

- Exemplarizität: Der Pausenkiosk ist eine Mini-Version der Migros oder des Coops – mit dem Unterschied, dass nur gesunde Produkte zu einem fairen Preis angeboten werden. Es wird ebenfalls darauf geachtet, dass die Lebensmittel möglichst aus einer nachhaltigen Produktion stammen und in der Region produziert wurden. Die Kinder können so ihr Konsumverhalten trainieren sowie lernen, welches gesunde bzw. ungesunde Lebensmittel sind.

- Problemorientierung / exploratives Lernen: Im Mittelpunkt könnte das Problem „Übergewicht bei Kinder“ stehen. Anhand eines Fotos von einem übergewichtigen Kind könnten die Kinder nachforschen, weshalb das Kind wohl fettleibig wurde, welche Konsequenzen das hat und was man dagegen tun kann. Der Pausenkiosk ist eine mögliche Schlussfolgerung. Der Pausenkiosk sollte möglichst von den Kindern selbstständig, aber mit Hilfe der Lehrperson realisiert werden.

- Handlungsorientierung: Der Pausenkiosk muss aufgebaut werden, die Lebensmittel eingekauft und zubereitet werden. Danach müssen die Lebensmittel verkauft werden, das Geld muss gezählt und evt. auf die Bank gebracht werden. Anhand des Pausenkiosks sind vielfältige Handlungen möglich.

- Originale Begegnung / Realanschauung: Die Kinder arbeiten mit Lebensmittel und richtigem Geld.

- Prozess- und Erlebnisorientierung: Das Projekt Pausenkiosk kann nicht von heute auf morgen realisiert werden. Es bedarf viel Vorbereitung und Hintergrundwissen, welches in den MuU-Lektionen vermittelt wird. Auch wenn das Pausenkiosk-Projekt gestartet ist, gibt es immer wieder Möglichkeiten für Veränderung und Optimierung.

Sonntag, 3. Juni 2007

Tauschtag

Als wir eine Auswahl für die Gegenstände, die wir in die Schule mitnehmen mussten, treffen mussten, ist uns die Auswahl sehr schwer gefallen. Das heißt, wir mussten uns überlegen, welche Gegenstände für uns momentan nicht mehr aktuell sind, aber für unsere MitschülerInnen doch noch attraktiv sein könnten. Wir wählten die Gegenstände nach folgenden Kriterien aus:

- möglichst kleine Sachen

- nicht mehr brauchbar für mich

- gut erhalten

- interessant für MitschülerInnen

Gewisse Gegenstände verbinden einem mit Erinnerungen an Menschen oder an besondere Momente. Aber bei der Auswahl, haben wir nur solche Gegenstände gewählt, die wir mit leichtem Herzen mitnehmen konnten.

Die aufgestellten Gegenstände machten uns neugierig, warfen Fragen auf, gewährten uns einen Einblick in die Privatsphäre unserer MitstudentenInnen und kosteten uns Überwindung, sie überhaupt mitzunehmen. Für uns war es kein Problem, wenn unsere Gegenstände nicht mitgenommen wurden, denn wir haben ja die Materialien, die wir von den MitstudentenInnen mitnehmen konnten, auch nach bestimmten Kriterien ausgewählt. Wir haben nicht mehr mitgenommen, als wir gebracht haben, da wir zu Hause ja sowieso schon zu viele Sachen herumstehen haben, die wir eigentlich gar nicht brauchen.

Ein „Bring und Hol – Aktion“ könnte in der Schule folgendermaßen aussehen:

- Eltern informieren, was sie mitnehmen dürfen

- Eltern miteinbeziehen

- Regeln, nicht hamstern

- jeder darf soviel nehmen wie er will

- niemand wird ausgelacht, was man mitbringt

- 1 mal im Jahr eine solche Aktion

- die Kinder auf solche Möglichkeiten in der Gesellschaft aufmerksam machen

- Konfliktbewältigung

Samstag, 2. Juni 2007

Die Natur erleben

Über Pfingsten war ich im Tessin. Eigentlich hat es nur geregnet und trotzdem hat es mir sehr gefallen. Die Naturgeschehnisse während der Regenzeit waren sehr speziell. Man konnte verschiedene Arten von Wolken entdecken. Als ich draußen auf den See blickte, zog eine leichte Wolke sehr rasch an mir vorbei. Ihr hinterher folgte eine Regenwolke, wobei es nur eine gewisse Zeit und an einem bestimmten Ort regnete. Diese verschiedenen Wolken zu beobachten, hat mir Spaß gemacht.
Als ich am nächsten Tag mit meinem Hund spazieren ging, entdeckte ich am Himmel einen Regenbogen. Das erinnerte mich an die Verheißung Gottes die er den Menschen nach der Sintflut gegeben hatte. Nicht nur der Regenbogen ließ mich an Gott denken. Sondern auch die Wunder der Natur, denen ich in diesen Tagen begegnet bin. All die verschiedenen Sorten von Blumen, das gründe Gras, die großen Bäume und vieles mehr, ließen mich an die schöpferischen Hände Gottes denken.

In 1.Mose 31 lesen wir:
"Dann betrachtete Gott alles, was er geschaffen hatte und es war sehr gut!"
Halleluja. Was Gott mit der Natur geschaffen hatte ist wirklich sehr gut... =)

In Bezug auf mein Blogg Thema Afrika, würde ich sehr gerne einmal die Natur in Afrika life erleben können. Ich habe schon in vielen Büchern über die kargen und doch sehr schönen und spektakulären Landschaften Afrikas gelesen. Ich denke eine Reise nach Afrika, um dort die so andere Natur als hier in der Schweiz erleben zu können, würde sich sehr lohnen.

Freitag, 1. Juni 2007


Natur

Bei einem Spaziergang, bei einer Velotour oder beim Sitzen auf einer Bank nehme ich die Natur immer wieder bewusst wahr. Das sind für mich sehr glückliche Momente, weil ich die Schönheit der Natur um mich bewundere und einen tiefen Frieden in mir spüre. Aus solchen Augenblicken kann ich Kraft und Energie tanken und einfach mal abschalten. Es erfüllt mich mit Glück ein Teil dieser Natur zu sein. Gleichzeitig wird mir aber auch immer bewusst, dass es in unserer Verantwortung liegt, dass wir der Natur auch Sorge tragen. Die Verbundenheit mit der Natur sehe ich darin, dass wir angewiesen sind auf sie.
Die afrikanischen Völker sind noch viel naturverbundener als wir. Da diese Leute noch mehr in der Natur leben und direkter auf sie angewiesen sind, tragen sie ihr mehr Sorge und lernen sie zu schätzen. Inwiefern diese Naturvölker die Natur auch bewusst als Erholungsraum nutzen ist fraglich.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Ich und die Natur

Das letzte Wochenende hatte (oder nahm) ich mir wieder einmal viel Zeit, um die Natur zu geniessen.
Mit einer Kollegin machte ich einen langen Spaziergang durchs Riet. Der Föhn fegte uns fast weg, aber es war eine wunderschöne Erlebnis. Ich habe es genossen, nur meine Kollegin, die Natur und ich. Es war so schön still (ausser natürlich das Rauschen des Windes), alles war grün, was irgendwie einen entspannende Einfluss auf mich hatte, und wir waren die einzigen Menschen weit und Breit.
Als ich wieder zu Hause war, ging es mir jedoch nicht sehr gut. Die vielen herumwirbelnden Pollen hatten meine Schleimhäute extrem gereizt, so dass ich kaum noch sehen und atmen konnte. Das hat mich sehr beschäftigt. Ich bin allergisch auf die Natur! Kann das sein? Ist das normal? Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre merke ich jedoch, dass sehr viele Leute unter Heuschnupfen leiden – Tendenz steigend.
Ich fühle mich als Teil der Natur. Aber gerade wenn mir der Wind um die Ohren fegt wird mir bewusst, dass wir nicht gleichwertig sind, sondern die Natur immer mächtiger bleiben wird. Es gibt Plätze in der Natur, in denen ich mich besonders gerne aufhalte. Sie lassen mich ruhig werden, über Dinge nachdenken oder einfach nur glücklich sein. Draussen in der Natur gibt es immer wieder Neues zu entdecken – obwohl man glaubt, schon alles gesehen zu haben.
Ich habe keine Ahnung, wie die Menschen in Afrika die Natur wahrnehmen. Ich schätze jedoch, dass sie dies noch viel bewusster als wir tun, denn sie sind teilweise wahrscheinlich direkt von ihr abhängig. Die wenigen Nomadenvölker leben wahrscheinlich im Einklang mit der Natur und ziehen in ihrem Rhythmus weiter.

Dienstag, 29. Mai 2007

Ich und die Natur

Sonntags war ich auf einem längeren Spaziergang, zuerst auf dem Hof mit Eseln und Pferden, dann ging es zu Fuss auf die Burg Sola. Geniessen konnte ich diesen Ausflug nicht wirklich, da mich meine Tierallergie und der Heuschnupfen so sehr plagten, dass ich dauernd am Niesen war und kaum mehr aus den Augen sah. Aus diesen Gründen konnte ich die Natur auch nicht wirklich still wahr nehmen, was ich eigentlich sehr schade finde. Ich befand mich an diesem Nachmittag in einem Dilemma, einerseits liebe ich die Natur und wollte draussen bleiben, andererseits konnte ich kaum mehr atmen und fühlte mich nicht wohl.

Am Abend bin ich nochmals im Garten gesessen und da hat es besser funktioniert. Ich konnte einen Spatz hören, wie er pfeift, den Bach, wie er rauscht und die Blätter der Bäume, wie sie vom Wind hin und her gewirbelt werden. Ich fühlte mich in diesem Moment der Natur sehr nahe und habe das richtig genossen. Ich bin gerne ein Teil dieser grossen Natur, aber nur, wenn ich mich in der Umgebung wohl fühle. In meiner Freizeit bin ich sehr gerne in der Natur, sei das beim joggen, beim wandern oder spazieren oder beim Gleitschirmfliegen, meinem neuen Hobby. Wenn ich fliege fühle ich mich frei, bin ganz alleine und weit weg von allen, kann die Natur nur für mich geniessen und kann fliegen wohin es mir gefällt. Jetzt wird mir gerade bewusst, dass ich unbedingt wieder einmal fliegen sollte, denn dies habe ich auf die Seite geschoben wegen den Prüfungen etc. Doch ich glaube es würde mir gut tun, mich wieder einmal ein bisschen zu erholen.

In Afrika gibt es noch einige Menschen, die völlig in Einklang mit der Natur leben. Sie leben von und mit der Natur. Diese Menschen achten die Natur, weil sie sich von ihr ernähren und auf sie angewiesen sind. Doch diese Menschen werden immer seltener. Es gibt immer mehr Menschen, die so leben wie wir, sie nehmen die Natur nicht bewusst wahr und nehmen sich wenig Zeit sie zu geniessen.

Natur - "Energietankstelle"

Am Wochenende habe ich mir Zeit genommen, und bin am See entlang spaziert. Zuerst war ich sehr unruhig und konnte nicht abschalten. Mir gingen tausend Sachen durch den Kopf. Ich hatte wirklich Mühe, mich auf die Natur einzulassen. Aber als ich mich auf eine Bank setzte, konnte ich mich ganz und gar auf die Natur konzentrieren.
Mir fielen plötzlich unzählige Einzelheiten auf wie die herumfliegenden Blüten der Bäume, der Sonnenuntergang, die Farbe des Sees und des Himmels, die herrliche warme Abendluft und das zwitschern der Vögel. Ich sog alles in mich auf und bemerkte auf einmal, dass in mir ein Gefühl der Ausgeglichenheit und Sinnlichkeit aufstieg. Ich liess mich faszinieren von all diesen Schönheiten und war einfach glücklich, ein Teil der Natur zu sein.
Für mich ist die Natur ein Fluchtort vor dem Alltagsstress und eine „Energietankstelle“. Ich bin der Meinung, dass wir die Natur nicht nur brauchen, um physisch zu überleben, sondern auch für unser psychisches und seelisches Wohlergehen.

Erkenntnisse für unser Blogthema:
Ich denke, dass sich die Menschen in Afrika nicht extra Zeit nehmen müssen, um sich mit der Natur auseinander zu setzen oder um die Natur zu geniessen. Sie setzen sich andere Prioritäten im Leben und lassen sich nicht von Terminen unter Druck setzen, so dass sie keine Zeit mehr finden, die Schönheiten der Natur bewusst wahrzunehmen. In meinen Augen nehmen sie die Zeichen der Natur bewusster wahr und können sie auch besser interpretieren.

Samstag, 26. Mai 2007

AGENDA 21

Ich habe die Rede von Herrn Otto Herz sehr interessant gefunden.
Die Themen und Ideen der Agenda 21 in Verbindung mit der Schule leuchten mir sehr ein und motivieren mich, als zukünftige Lehrerin, gewisse Aspekte selber in einer Klasse auszuprobieren. Vorallem hat mir gefallen, dass wir als Schule im Hinblick auf eine nachhaltige Zukunft ein Vorbild für die Gesellschaft sein können. Dies schliesst natürlich ein, dass sich alle Lehrer, Eltern, Schüler, Abwärte usw. an den Projekten beteiligen.
"Die Schulen dürfen sich aber auch nicht impotent fühlen, was die Chance gesellschaftlicher und biographischer Beeinflussung betrifft. Leider fühlen sich viele Schulen sehr viel mehr als die Opfer von Umständen denn die Gestalteter von Geschichte." (Agenda 21, Otto Herz, S.57)
Genau dieser Aspekt gefällt mir. Als Schulen können wir der Gesellschaft einen Schritt voraus gehen und sie gleichzeit auch an unserer Arbeit Teil haben lassen.
Schulen und ausserschulische Partner sollen zusammen wirken um geimeinsam etwas zu erreichen. Die Idee zum Beispiel, dass die Schulhäuser mit Solaranlagen bestückt werden, können bewirken, dass diese auch für Privathäuser attraktiv werden können.
Ideen der Agenda 21 sollen und können gut in einem Schulprogramm Platz haben.

In Bezug auf unser Blogg - Thema finde ich die Idee der Grundschule in Melle, wie Otto Herz berichtet (S.58), dass sich jede Klasse ein Land auf einem anderen Kontinent sucht, mit dem er im Laufe des Jahres Kontakt aufnimmt, sehr attraktiv. Das Land Afrika im Verlgeich zur Schweiz eignet sich im Hinblick auf das Theam der nachhaltige Zukunft sehr gut, da wir im Gegenastz zur afrikanischen Bevölkerung sehr anders leben.



"In der Melle Grundschule wachsen die Kinder auf mit Gefühlen und einem Denken in globalen Bezügen. Das überfodert die Kinder nicht. Das wertet die Kinder auf." (Agenda 21, Otto Herz, S.58)

Toll, nicht?

Freitag, 25. Mai 2007

Agenda 21

Der Text leitet mich an vermehrt fächerübergreifen zu arbeiten und gerade im Mensch und Umwelt Unterricht noch vernetzter zu denken und zu lernen. Die Bereiche der Agenda 21 sind sehr breit gefächert, so dass sicher jede Lehrperson oder jeder Lernende etwas davon sehr interessant findet. Ausserdem wird durch die Bearbeitung nachhaltiger Themen ein sehr grosses Spektrum an Fähigkeiten und Fertigkeiten geübt, welche aktiv genutzt werden können..
Die Idee von Verantwortungsprojekten finde ich spannend und wäre bestimmt durchführbar.

Dass die Schaufenster von Kaufhäusern für Ausstellungszwecke für die Schule genutzt werden könnten, wirkt für mich sehr befremden. Ich frage mich, welches Kaufhaus seine Werbefläche für solche Themen bereitstellt? Es wäre vielleicht möglich auf diese Weise für eigene nachhaltige Produkte zu werben.

Der Kontakt zu anderen Ländern ist eine wichtige Säule, um die globale Auswirkung sehen zu können. Deshalb finde ich die Idee gut, durch Briefe, Forschungen über Produkte aus anderen Ländern, Filme usw. etwas über andere Kulturen zu erfahren. Nur so kann man die Zusammenhänge in der ganzen Welt besser verstehen. Auf diesem Weg könnte man auch einiges über Afrika erfahren und sich durch direkten Austausch über die Situation dort informieren.
Die Vision, dass jeder Lernende einmal für ein halbes Jahr ins Ausland sollte ist für mich etwas hochgegriffen. Natürlich könnte man sich so die Umstände in einem anderen Land am Besten vor Augen führen, aber wie soll das organisiert und finanziert werden?

Donnerstag, 24. Mai 2007

„Auch der Weg von 100'000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt“

Impulse für meinen Zukünftigen Unterricht:
„Auch der Weg von 100'000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt“. Dieses Zitat scheint mir wesentlich für die Arbeit mit der Agenda 21 bzw. zum Thema nachhaltige Entwicklung/nachhaltige Zukunft in meinem Unterricht.
Der Artikel beschreibt viele spannende Projekte von Schulklasse, Schulteams und ganzen Schulhäusern. Mir gefällt zum Beispiel die Idee mit einer Klasse aus einem anderen Kontinent in Kontakt zu stehen oder in einem Schaufenster eines Kaufhauses das Schwinden der Arten einem breiten Publikum bewusst zu machen. Also den „Mikrokosmos Schule“ zu verlassen und die Öffentlichkeit anzusprechen. Meine Frage liegt momentan aber eher darin, wie ich das Thema nachhaltige Entwicklung im Kindergarten thematisieren kann. Viele der beschriebenen Projekte richten sich an ältere Schüler und erfordern ein komplexes Verständnis der Abläufe auf der Welt.
Als ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe, ist mir aufgefallen, dass solche Aspekte aber gut auch im Kindergarten, einfach im kleineren Rahmen, thematisiert werden könne. Das kann zum Beispiel beim Znüni anfangen. Ich könnte mit den Kindern ein Gespräch darüber führen, woher ihre Produkte kommen, wer sie wohl angebaut hat und welchen Weg sie zurücklegten, bis sie in ihrem Znüni-Täschli landeten. Auch das Schwinden der Artenvielfalt, beispielsweise bei den Tieren könnte anhand von Bildern aufgegriffen werden. Mir ist bewusst geworden, dass ich im kleinen, mit alltäglichen Dingen beginnen muss, bevor ich auf komplexe Zusammenhänge schliessen kann. Deshalb habe ich auch das Zitat gang am Anfang gewählt – einen Schritt zu tun ist besser, als sich nicht von der Stelle zu rühren.

Erkenntnisse und Impulse für unser Blogthema:
Als Schweizer-Schulklasse wäre es beispielsweise möglich, Brief oder Email Kontakt mit einer Afrikanischen Klasse aufzunehmen um ihre Lebensweisen und Vorstellungen in Bezug auf nachhaltige Entwicklung kenne zu lernen.

Agenda 21 im Unterricht

Eine ganz klare Botschaft hat der Artikel an mich gesendet. Baue die Bearbeitung nachhaltiger Themen in den Unterricht ein. Wenn ich auf meine bis jetzt unterrichteten M+U Themen zurückschaue fällt mir auf, dass ich das bis jetzt nicht getan habe. Spontan kommt mir zu dieser ganzen Thematik ein Schulhausübergreifendes Projekt in den Sinn, bei dem sich die Kinder mit unterschiedlichen Problematiken der Agenda 21 wie z.B. Armutsbekämpfung, Bekämpfung der Entwaldung, Erhalt der biologischen Vielfalt etc. auseinandersetzen können. So können auch die Ergebnisse würdig präsentiert werden und evtl. sogar an einem Elternanlass weitergegeben werden. Bei einem sehr grossen Projekt kann vielleicht sogar eine Ausstellung im Dorf oder in der Stadt eingerichtet werden. In solch einem Projekt findet sicherlich auch eine fächerübergreifende Bearbeitung statt.

In meiner späteren Unterrichtstätigkeit möchte ich auf jeden Fall solche Themen mit den Kindern bearbeiten, vor allem die Idee mit dem Schulhausübergreifenden Projekt gefällt mir gut.



Zum Thema Afrika passt vor allem die Armutsbekämpfung, Bekämpfung der Entwaldung etc. Würde man das Thema Afrika behandeln, könnte man auf all diese Problematiken eingehen und das Thema fächerübergreifend behandeln. Denn afrikanische Lieder, Gerichte, Zeichnungen etc. gehören ebenso zu einer guten Bearbeitung des Themas und ist vor allem für Unterstufenschüler wichtig, um die Vernetzungen aufzuzeigen.

Mittwoch, 23. Mai 2007

„Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund.“

Dieser Satz von Otto Herz hat mich sehr fasziniert und mich zum Nachdenken gebracht. Die Themenwahl für den M&U-Unterricht ist sehr wichtig und hilft den Kindern, die Welt zu verstehen und Zusammenhänge zu erkennen. Ich habe meine eigenen bis jetzt bearbeiteten Themen angeschaut und gemerkt, dass ich mit den Kindern keine Themen aus der Agenda 21 bearbeitet habe. Für die Zukunft kann ich mir sehr gut vorstellen, Themen wie „Schutz und Förderung der menschlichen Gesundheit“, „Schutz der Erdatmosphäre“, „umweltverträgliche Entsorgung gefährlicher Abfälle“ usw. in der Schule mit den Kindern zusammen zu bearbeiten. Aber ich denke nicht, dass die Themen der Agenda 21 auf jeder Stufe eins zu eins erarbeitet werden können. Das muss aber kein Grund sein, sich gar nicht mit diesen Themen zu befassen, denn jedes Thema kann auf die jeweilige Stufe angepasst werden. Die Lehrpersonen müssen einfach Vertrauen in ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten haben und selbstinitiativ sein.
Für mich stellt die Bearbeitung der Agenda 21 eine wirkliche Chance dar, um die Nachhaltigkeit mit den Schülern zusammen aufzuarbeiten. In vielen Schulen habe ich bereits Ansätze, wie fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten, Projektarbeit, Assembly, Nachhaltigkeitsaudit im „Haus des Lernens“, internationale Kommunikation und das Mitwirken über die Schulgrenzen hinaus, selber gesehen und erlebt.
Wir als Lehrpersonen sind für die Sensibilisierung unserer Schüler verantwortlich. Die Kinder können die Augen nicht öffnen, ohne auf die Probleme unserer Umwelt aufmerksam gemacht zu werden. Ihnen müssen Wege aufgezeigt werden, damit sie nachhaltig denken und handeln können.

Montag, 21. Mai 2007

Analyse und Weiterentwicklung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Milch"

Unterschied zu einer herkömmlichen Unterrichtseinheit in M&U

- Thema ist von Anfang an sehr vernetzt dargestellt
- Es wird von den Fragen der Kinder ausgegangen
- Zusammenstellung der Ideen auf einem Plakat (Angabe der Lernziele)
- Werkstatt dient als Beantwortung der Fragen der Kinder
- verschiedene Sozialformen angewendet
- Kinder erarbeiten das Thema anhand einer vernetzten Darstellung eines Teilgebietes
des M&U – Themas
- Weg zur Beantwortung der Fragen wird schriftlich festgehalten

Welche Teilkompetenzen wurden angestrebt

- a.5
- b.5
- c.1
- d.1
- e.1

Didaktische Prinzipien

- Vernetztes Lernen
- Partizipationsorientierung
- Handlungs- und Reflexionsorientierung
- Entdeckendes Lernen
- Zugänglichkeit

Methoden

- Gruppenarbeit
- Fragen beantworten
- Recherchieren
- Diskutieren
- Postenarbeit
- Handelndes Lernen

Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit

- Exkursion
- Fächerübergreifendes Lernen:
Gestalten = Logo
Werken = Milchkrug
Musik = Lieder komponieren (Warum ist Milch gut?)
Deutsch = Briefe schreiben mit Kinder aus anderen Ländern
Mathe = Sachaufgaben (Milchpreisen) erfinden

- Kulturgeschichtliche Bedeutung der Milch mit den Kinder bearbeiten

Teilkompetenzen:

- e.3
- g.3
- e.6
- c.5

Freitag, 18. Mai 2007

Meine Motivation zur nachhaltigen Entwicklung

Was mich zu nachhaltigem handeln motiviert:
In erster Linie denke ich, dass ich oft nachhaltig handle, weil ich so erzogen wurde. So wurde mir zum Beispiel immer wieder gesagt, dass man den Abfall nicht auf den Boden wirft oder das Licht brennen lässt, wenn man nicht im Raum ist.
Wenn ich beispielsweise die Klimaveränderungen am eigenen Leib erlebe, motiviert mich das ebenfalls zum nachhaltigen Handeln. So litt ich beispielsweise dieses Jahr schon aussergewöhnlich früh an Heuschnupfen – das gibt mir zu denken und motiviert mich zum Handeln. Ich frage mich aber jeweils, was ich konkret dagegen tun könnte.
Ein anderer Aspekt ist der Gedanke an die Nachgeborenen. Ich möchte, dass auch sie in einer Welt mit Wäldern und unbebauten Wisen, mit gesunder Luft zum atmen und sauberem Wasser aufwachsen können.

Am nachhaltigen Handeln hindert mich am meisten die Bequemlichkeit und das Geld. Ich nehme zum Beispiel manchmal das Auto – obwohl ich auch den Zug benutzen könnte oder entscheide mich für ein günstigeres Produkt, das jedoch nicht aus fairem Handel stammt oder von weit her eingeflogen wurde.

In Bezug auf unser Gruppenblogthema Afrika denke ich, dass dort zwei Seiten des nachhaltigen Handelns vorkommen: Zum einen (die Negative), dass sie wohl kaum Abfall trennen und darauf achten, die Umwelt durch bessere Maschienen etc. weniger zu belasten. Auf der anderen Seite (die Positive) glaube ich aber auch, dass es dort Völker gibt, die noch sehr im Einklang mit der Natur leben und sehr auf ihre Lebensgrundlage acht geben.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Warum nachhaltig handeln?

Es gibt verschiedene Gründe nachhaltig zu Handeln. Einerseits tue ich das, weil ich die schöne Natur um mich erhalten will und andererseits auch um sie für nächste Generationen zu handeln.
Von meiner Familie her habe ich gewisse Dinge, wie Abfalltrennung usw. einfach mitbekommen und tue es jetzt einfach, weil ich so erzogen worden bin.
In Bezug auf Labels und fairen Handel möchte ich mit meinem Verhalten etwas für andere tun, welche nicht so ein privilegiertes Leben wie wir führen können. Uns in der Schweiz geht es gut, deshalb finde ich es nicht mehr als "fair", auch anderen bessere Chancen zu gewähren.
Afrika ist ein solcher Erdteil, durch unsere Hilfe können wir die Lebensmöglichkeiten in Afrika helfen zu verbessern.

Wer handelt nachhaltiger? Diejenigen Menschen in Afrika oder wir?

Für mich gibt es verschiedene Gründe, nachhaltig zu handeln. Die für mich unverzichtbare Schönheiten der Natur, wie die blühenden Blumen und die zwitschernden Vögel im Sommer, die schneebedeckten Berge und Hänge im Winter usw. Da setzen sich bei mir mein Verantwortungsgefühl und der Respekt gegenüber anderen Lebewesen und gegenüber der Natur durch. Ebenfalls die Vorbildfunktion, die man als Lehrperson hat und der Wunsch später selber mal Kinder zu haben, motivieren mich, nachhaltig zu handeln. Ich finde, dass beim nachhaltigen Handeln natürlich die eigene Erziehung und die eigenen Gewohnheiten eine wichtige Rolle spielen. Schliesslich führt und gibt man das weiter, was einem vorgelebt und gezeigt wurde.

Aber ich muss auch ehrlich zugeben, dass sich bei gewissen Sachen mein Egoismus durchsetzt. Wenn ich zum Beispiel ein T-Shirt anziehen möchte, dann lasse ich die Waschmaschine auch Mal halbvoll laufen und benutze zum Trocknen den Wäschetrockner. Ein anderes Beispiel ist, dass ich wenn ich vom Dorf etwas kaufen will, das Auto nehme, obwohl ich gut mit dem Velo in 10 Minuten dort sein könnte. Beim Kochen könnte ich weniger Wasser nehmen und den Deckel drauf tun, aber dann wäre es unmöglich, nebenbei nicht noch etwas anderes zu tun, weil das Wasser überlaufen würde. Wenn ich Ferien machen will, dann buche ich lieber einen Flug, weil das viel schneller geht und zum Teil sogar billiger ist. Also auch bei mir dominiert in bestimmten Bereichen mein Egoismus, worauf ich nicht stolz bin.

Ich frage mich, wie die Menschen in Afrika überhaupt nachhaltig handeln können, wenn sie gar nicht die nötigen Mittel und das Bewusstsein oder die Sensibilisierung haben, nachhaltig zu sein. Aber dann frage ich mich zugleich, ob diese Menschen nicht schon nachhaltiger handeln als wir, wenn sie tausende Kilometer pro Jahr zu Fuss zurücklegen, um Wasser zu holen, wenn sie sich völlig einseitig mit einem Brei, das aus Maismehl und Wasser besteht ernähren oder wenn sie das Essen sogar selber anbauen, wenn sie nie das Auto nehmen und somit kein Abgas produzieren, wenn sie Kerzenlicht statt elektrisches Licht brauchen, wenn sie kein fliessendes warmes Wasser haben und sich wenn überhaupt im Fluss waschen?
Wer handelt nachhaltiger? Diejenigen Menschen in Afrika oder wir?

Montag, 14. Mai 2007

Warum ich nachhaltig lebe!

Mich motiviert vor Allem der Gedanke an meine Kinder, die ich einmal haben möchte, nachhaltig zu handeln. Ich möchte nicht, dass sie auf einem Planeten leben, auf dem sie auf die Schönheit der Natur verzichten müssen. Natürlich kommt auch mein Verantwortungsgefühl zum Zuge, ich möchte Rücksicht nehmen auf die anderen Lebewesen. Ich möchte auch nicht, dass man mit mir so rücksichtslos umgeht. Mich macht es wütend, wenn ich Menschen sehe, die allen Abfall auf den Boden schmeissen, unachtsam mit Tieren und Pflanzen umgehen und sich überhaupt nicht bewusst sind, was sie mit all dem anrichten.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch nicht immer gleich intensiv nachhaltig handle. Dies kommt ganz auf meine Stimmung und meine Zeit für mich an. Wenn ich total im Stress bin, gehen solche Sachen unter, was eigentlich sehr schade ist, aber ziemlich schwierig dagegenzusteuern.


Wie sieht das wohl in Afrika aus!? Ich glaube nicht, dass sich die Menschen in Afrika so bewusst sind, was sie der Erde antun, wenn sie nicht nachhaltig leben. Bei vielen Menschen muss diese Frage aber auch gar nicht aufkommen, weil sie z.B. gar nicht verschwenderisch leben können, weil sie froh sind, wenn sie etwas zu essen haben. Ich glaube es gibt dort viele Menschen, die mit der Natur in einer Symbiose leben. Sie brauchen zwar die Pflanzen und Tiere, aber nur soweit sich diese wieder erholen können, d.h. es nicht schädlich für sie ist. Natürlich sind nicht alle Menschen in Afrika so, aber ich denke es gibt immer noch solche.
Ich denke oft an die Menschen in Afrika, vor Allem wenn ich mal, was ich sehr selten mache, essen wegschmeisse, weil es nicht mehr gut ist. Genau in solchen Momenten kommen mir diese Menschen in den Sinn. Ich habe dann oft ein schlechtes Gewissen, dies finde ich jedoch positiv, weil mich dies davon abhält, dies öfters als nötig zu tun.



Motivation zur nachhaltigen Handlung

Mir ist es wichtig, der Natur und auch meinen Mitmenschen gegenüber Sorge zu tragen.
Ich fühle mich der Natur und auch meinen Mitmenschen gegenüber verantwortlich.
Deshalb schaue ich in meinem Alltag darauf, auf verschiedenen Ebenen, für eine nachhaltige Zukunft die Augen offen zu halten.
Am wichtigsten ist mir der Gedanke dabei, dass ich meinen Nachkommen eine Welt hinterlassen möchte, in der man noch Leben kann.
Ich finde es aber zum Teil auch schweirig das Ganze umzusetzen, da ich ja momentatn hier und jetzt lebe und die nachkommende Generation noch nicht wirklich sichtbar ein Teil meines Alltags ist.
Auch überlge ich mir, wenn ich zum Beispiel eine kurze Strecke mit dem Auto statt mit dem Zug fahre, ob ich dadurch viel zur nachhaltigen Zukunft beitragen kann.
Denn ich denke mir dann, "Was nützt nun eine einzelne Fahrt von mir in Bezug auf das Ganze..." Wenn jadoch alle anfganen würden, die kleineren Autofahrten beiseite zu lassen, könnten wir gemeinsam etwas erreichen.
Als einzelne Person kann man aber auch ein Vorbild für andere sein, deshalb denke ich, dass es auch wichtig ist meine Ideen in dieser Welt in Zusammenhang mit einer nachhaltigen Zukunft umzusetzen.
In Bezug auf unser Bloggthema Afrika, denke ich, dass die Menschen in Afrika ihrer Natur viel mehr Sorge tragen als wir hier in der Schweiz.
Sie leben viel enger mit der Natur zusammen und sind auch von der Natur abhängig, was sie dazu mortiviert, der Natur Sorge zu tragen.

Samstag, 12. Mai 2007

Vernetzungen erkennen

Als ich gestern einkaufen ging, habe ich mir überlegt, wer alles dafür gearbeitet haben musste, dass ich nun hier im Coop frische Tomaten aus dem Gestelle nehmen kann.
Ich denke es waren einige Leute, wobei jeder vielleicht nur ein kleines Stück dazu Beitrag, dass die Tomaten nun "einkaufbereit" da liegen.
Ich dachte dann an die Arbeit des Säens, des Erntens, des Verpackens, des Transportes ins Lager des Ladens und von dort ins Gestell des Ladens.
Ich muss sagen, die Organisation in der Schweiz ist sehr gut.
Der Kunde kann seine Wahre im Einkaufsladen fasst an allen auch kleineren Orten der Schweiz besorgen.
Die Zusammenarbeit und die gute Organisation dient schlussendlich jedem Schweizerbürger.

In Afrika sieht dies ganz anders aus.
Ich habe vor kurzem das Buch: "Die Wüstenblume" gelesen.
Darin wird beschrieben, wie die Menschen in Afrika leben und was sie alles auf sich nehmen müssen, um zum Beispiel ein paar frische Früchte oder Obst kaufen zu können.
Zum Beispiel muss eine Person weite Strecken laufen, um für die ganze Familie frisches Wasser besorgen zu könnnen.
Die Menschen dort Leben zwar in viel engeren Familienbeziehungen als wir, können aber weniger oder nur selten von den Dienstleistungen anderer profitieren.

Die unsichtbare Vernetzung

Es ist immer wieder erstaunlich wie vielfältig wir vernetzt und aufeinander angewiesen sind, ohne es zu merken.
Diese Woche war es spannend zu überlegen, woher gewisse Nahrungsmittel kommen und wie sie hier her gelangen. Von welchen Produkten können wir schon genau sagen, welchen Weg sie gemacht haben. Die Produzenten und die Konsumenten haben nur in wenigen Fällen direkt etwas miteinander zu tun. Wenn ich zum Beispiel vom Bauernhof meiner Tante Äpfel oder Eier hole, dann weiss ich woher sie kommen und welche Arbeit dahinter steckt, weil ich auch schon mitgeholfen habe. Esse ich aber zum Beispiel eine Portion Reis, dann weiss ich das nicht genau.
Am Montag im M&U Unterricht sahen wir einen Film zur Herstellung des Kakaos bzw. der Schokolade. Für mich war es sehr spannend zu sehen, wie viel Arbeit wirklich dahinter steckt. Jetzt denke ich beim Konsum von Schokolade oft daran.
Seit ich selbst im Dienstleistungsbereich einen Nebenjob habe, weiss ich auch wie es ist, wenn die Kunden genervt etwas wollen oder nur Kritik ausüben können. Ich achte mich deshalb, dass ich stets freundlich zu solchem Personal bin.

Beziehungen zu pflegen finde ich äusserst wichtig. Zur Zeit merke ich aber, dass die schulische Belastung, sowie die unsichere Zukunftslage an meinen Nerven zerren und es nicht immer einfach ist fair zu den anderen zu sein.
Eine ideale Beziehung lebt von Geben und Nehmen, Rücksicht und Vertrauen. Im Moment ist mir besonders die Beziehung zu meinem Freund und zu seiner Tochter sehr wichtig. Gerade die Beziehung zu einem kleinen Kind empfinde ich als sehr wertvoll, denn man gibt ihnen sehr viel, aber was sie zurückgeben, kann man gar nicht mehr überbieten.

In Afrika sind die Leute noch mehr aufeinander angewiesen, denn ohne einandern (zum Beispiel Arbeit auf dem Feld) geht es nicht. Auch wir sind mit Afrika verbunden, indem wir Rohstoffe importieren. Hier können wir durch Labels etwas für sie tun.
Die Beziehung untereinander ist dort vermutlich anders aufgebaut. Da zählt die Gemeinschaft noch mehr als die Individualität und somit wird auch mehr aufeinander geachtet.

Freitag, 11. Mai 2007

Vernetzungen entdecken

In dieser Woche haben unzählige Personen für mich gearbeitet. Meistens war dies indirekt, bis zum Beispiel eine Banane bei mir ist geht sie durch viele Hände, d.h. viele Menschen haben gearbeitet, damit die Banane so schön gelb und genüsslich bei mir angelangt ist.
Am Dienstag ging ich mit meinem Freund essen. Dort haben auch einige Personen für uns gearbeitet. Doch dort war ich mir dessen voll bewusst. Ich glaube, wenn man selber einmal so einen Job ausgeübt hat, schätzt man die Arbeit dieser Menschen viel mehr und achtet auch darauf freundlich zu ihnen zu sein, auch wenn mal etwas nicht so läuft wie es sollte.

In dieser Woche hatte ich zu einigen Personen eine Beziehung. Zum grössten Teil zu meinen Kolleginnen an der PHR. Zu Hause war dies vorallem mein Freund, mit dem ich auch zusammen lebe. Was habe ich dazu beigetragen?! Wir tragen beide viel zu einer guten Beziehung bei, wir tun einander viel Gutes und sind sehr rücksichtsvoll miteinander. Ich glaube diese beiden Komponenten sind sehr wichtig für eine gute Beziehung zu einem Menschen.

In Afrika haben die Menschen genauso wie bei uns auch Beziehungen. Ich denke aber, dass diese die wichtigen Beziehungen mehr schätzen, bzw. mehr wahrnehmen, da sie sonst nicht viel haben, an dem sie sich erfreuen können. Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich so ist, ich hoffe es aber für sie, da sie so wenigstens Kraft aus den Beziehungen nehmen können. Ich denke oft an die Menschen in den 3. Welt Ländern, stelle mir oft vor, wie sie sich fühlen. Doch ich glaube, ich kann das nie erfassen, weil ich nicht selber dort lebe.

Vernetzungen

Wer hat für mich gearbeitet?

Ich habe festgestellt, dass sehr viele Menschen jeden Tag für mich arbeiten. So arbeitet mein Vater beispielsweise, um meine Studiengebühren zu finanzieren, die Dozierenden arbeiten, um mir ihr Wissen zu vermitteln, der Bauer in der Schweiz arbeitet für den Kopfsalat, den ich zum Mittagessen verspeise oder die Arbeiter auf einer Bananenplantage in Costa Rica arbeiten, damit ich eine Banane zum Zvieri geniessen kann. Vielfach ist die grosse Arbeit, welche hinter einer Dienstleistung oder einem Produkt steht, nicht erkennbar. Mir fällt das oft auch an der PHR auf: Für einen Modulnachweis werden beispielsweise 30 Stunden benötig. Ich habe 30 Stunden gearbeitet, herausgekommen ist aber ein simples Dokument was die Arbeit dahinter nur erahnen lässt.

In letzter Zeit habe ich vermehrt darauf geachtet, einheimische Produkte oder Produkte aus fairem Handel zu kaufen. Mir ist aber aufgefallen, dass dies gar nicht so einfach ist. Denn oft kostet ein solches Produkt mehr und das achten auf Labels und den Herkunftsort ist manchmal mühsam und zeitaufwändig.


Mit wem bin ich in dieser Woche in Beziehung gestanden?

Am Intensivsten war die Beziehung diese Woche wohl zu meinen Mitstudentinnen an der PHR. Ich habe sie jeden von Montag bis Donnerstag jeden Tag gesehen und mit ihnen diskutiert, Arbeiten abgesprochen und ausgetauscht. Klar ist, dass der Kontakt nicht mit jeder Person gleich intensiv ausfällt. In Beziehung stehe ich auch mit Menschen, mit denen ich nur über Email, SMS oder das Telefon Kontakt habe. Auch solche Beziehungen müssen gepflegt werden, damit sie erhalten bleiben. Mein Beitrag zur Pflege einer Beziehung ist Interesse zu zeigen. Ich merke jedoch, dass das mit zunehmendem Stress an der PHR immer schwieriger wird. Oft fehlen mir am Abend die Nerven, um jemandem bewusst zuzuhören und auf ihre / seine Sorgen einzugehen. Manchmal bin ich froh, wenn ich einfach nicht mehr sprechen und zuhören muss. Auf der anderen Seite merke ich aber auch, wie wichtig diese Beziehungen für mich sind und dass sie mich gerade an strengen Tagen wieder aufbauen und motivieren.

Unser Gruppenblogthema lässt sich mit meinem Leben insofern vernetzen, als dass mir aufgefallen ist, dass ich Kleider tragen, die made in Nigeria sind.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Lebensnotwendiges, kostbares Gut …

Als ich heute Morgen meine Zähne putzte, stellte ich mir die Frage, wie das Wasser zu mir nach Hause gelangt?
Bei uns in der Schweiz haben wir verschiedene Wasservorkommen, die als Trinkwasser genutzt werden können. Unter anderem durch Aufbereitung von Seewasser. Aber der grösste Teil der Bevölkerung wird durch schon sauberes Grund- und Quellwasser versorgt. In fast allen Haushalten ist fliessendes, warmes und kaltes Wasser vorhanden.
Beim Wasserwerk wird zur Befreiung von Keimen Ozon in das Grund- oder Quellwasser beigemischt. Auch wird ein wenig Chlor in geringen Mengen beigefügt, damit das Wasser auf dem langen Weg von dem Reservoir bis zu den Wasserhahnen in den Häusern auch weiterhin sauber und keimfrei bleibt. Das Grundwasser wird in Reservoirs gepumpt und im natürlichen Gefälle in die unterirdischen Leitungen ge-lenkt. Von dort aus kommt das Wasser in die Häuser.
Das kostbare Gut, das aus dem Wasserhahnen kommt, wird zum Trinken, Waschen, Putzen und Kochen genutzt. Leider wird bei uns das kostbare Trinkwasser sogar zur Spülung der Toiletten benutzt. Eine bessere und effizientere Lösung wäre, wenn wir zur Spülung der Toilette das Regenwasser gebrauchen würden. Das fliessende Was-ser ist bei uns eine Selbstverständlichkeit, was in anderen Ländern ganz und gar nicht so ist.
In Afrika wird zum Beispiel die Trinkwasserversorgung nicht sichergestellt. In vielen afrikanischen Grossstädten sind maximal 25 % der Wohnungen an eine Wasserver-sorgung angeschlossen. Viele Menschen sind auf die öffentlichen Wasserstellen an-gewiesen, die sie bezahlen müssen. Aber ein Grossteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zur öffentlichen oder privaten Wasserversorgung. Sie sind auf das Wasser der Bäche, Flüsse, Seen sowie auf die Brunnen angewiesen. Ebenfalls müssen viele Frauen jeden Tag lange Wege zurücklegen um überhaupt an Wasser zu kommen. Diese Wasserstellen für Menschen und Tiere sind verschmutzt. Typische Erkrankun-gen, wie zum Beispiel Durchfall sind gerade bei Kleinkindern die Folge. Oftmals ist auch keine ausreichende medizinische Versorgung vorhanden, was zur Folge hat, dass viele Menschen sterben.

Dienstag, 8. Mai 2007

Begleitung des Afrika-Themas

Liebes Afrika-Team
Ich werde Sie als Dozent bei Ihrer Arbeit begleiten. Ich habe im Moment noch einige Probleme mit dem blogen, aber das wir sich ergeben.
Ich bin Theologe und arbeite in einer Buchhandlung und als Dozent in MU. Das Thema interessiert mich und ich werde Ihre Arbeit gerne begleiten.
Jetzt wünsche ich Ihnen eine schöne Woche und freue mich auf die nächste Begegnung.
mit freundlichen Grüssen
Karl Hufenus

Montag, 7. Mai 2007

Achtsam sein

Die letzte Woche habe ich mehrheitlich im Bett verbracht, weshalb es für mich noch schwierig ist, dies zu reflektieren. Wenn ich aber an meine Achtsamkeit denke, die ich sonst so habe, bin ich zufrieden. Ich erfreue mich oft an kleinen Sachen wie einer Libelle, die herumschwirrt, einem lachenden Kind oder der Sonne, die meine Haut erwärmt. Für mich ist es das Schönste, wenn ich jemandem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann, aus diesem Grund beobachte ich die Menschen genau und versuche herauszufinden, wie ich das Lächeln erreichen kann. Meistens gelingt es mir achtsam zu sein. Ich merke, dass wenn ich dies nicht mache, geht es mir nicht gut. Ich bin dann unzufrieden und muss mir dann wieder einmal bewusst machen, wie viele schöne Dinge es auf der Welt gibt und wie glücklich ich mich schätzen kann.

Es gibt ein Haufen Sachen, die mein Leben sinnvoll machen. Es sind dies all die lieben Menschen um mich herum, die mir ganz viel Liebe geben. Wie erwähnt sind es aber auch kleine Sachen, die es lebenswert machen.

Freitag, 4. Mai 2007

Achtsamkeit

Leider habe ich den Auftrag erst Ende Woche gelesen. Rückblickend habe ich diese Woche die Natur und meine Umgebung nur sehr gering wahrgenommen. Da ich so stark mit all der Literatur und den MNW's für die PHR beschäftigt war, nahm ich meine Umwelt nicht
besonders war.
Was mir aber im Nachhinein auffällt ist, dass ich oft während meinen Zugfahrten aus dem Fenster schaue und Gott für die schöne Natur danke. Ich geniesse dann den Anblick von grünen Wiesen und Bäumen die im Licht der Sonne beleuchtet werden, neben den zu lesenden literarischen Texten....

Ich denke in Bezug auf mein Wochenthema wäre es sehr sinnvoll sich bewusster zu machen, was für einen Lebensstandard wir als Schweizer jeden Tag geniessen können. Vieles ist für uns einfach selbstverständlich und man nimmt zum Beispiel den Luxus des fliessendenTrink-Wassers in allen Haushalten in der CH nicht mehr war. In Afrika ist der Wassermangel auch heute noch ein grosses Problem. Ich finde es einfach wichtig, dass wir als CH den hohen Lebensstandard bewusster wahrnehmen, den Luxus schätzen lernen und damit achtsam umgehen.

Achtsamkeit

Diese Woche war es sehr schwierig, achtsam zu sein. Ich hatte kaum „Gelegenheit“ dazu, weil ich von einem Termin zum anderen hetzte, 1000 Dinge für die PHR und privat erledigen musste.

Manchmal geht alles einfach viel zu schnell um den Dingen die nötige Achtsamkeit zu schenken. Ich war diese Woche so mit mir selbst beschäftigt, dass ich zum Beispiel kaum Zeit fand, den Geburtstag meiner besten Freundin zu feiern. Mir fällt auf, dass ich diese Woche niemanden ernsthaft gefragt habe: „Wie geht es dir?“

Um achtsam sein zu können braucht es Zeit. Man muss genau hinschauen und bereits sein, Dinge genauer zu betrachten und wahr zu nehmen.

Ich finde es sehr schade, dass wir uns diese Zeit so wenig nehmen, denn es gibt draussen in der Natur so viele faszinierende Dinge zu entdecken.

Ich nehme mir für die nächste Woche vor, mein „Tempo“ etwas herunter zu fahren (sofern dies mit der PHR möglich ist…) und mehr auf die kleinen, unscheinbaren Dinge zu achten.

In Bezug auf unser Gruppenblogthema hat Achtsamkeit einen grossen Stellenwert. Ich denke da zum Beispiel an in der Schweiz lebende Afrikaner. Sie fallen meist schon wegen ihrer Hautfarbe auf und werden deshalb be-achtet. Sie werden aber wegen ihrer Hautfarbe manchmal auch ver-achtet. Achtsamkeit in Bezug auf den Umgang mit anderen Kulturen würde für mich heissen, den Unterschied anzuerkennen und den Besonderheiten Beachtung zu schenken und diese als etwas positives wahr zu nehmen.

Dienstag, 1. Mai 2007

Mit geschärften Sinnen durchs Leben gehen!!!

In Afrika nehmen die Menschen ihre Umwelt, die Natur und ihre Mitmenschen achtsamer war, als wir hier. Da sie auf vieles angewiesen sind, was für uns selbstverständlich ist. Wie zum Beispiel der lebenserhaltende Regen, der ihnen Fruchtbarkeit, Trinkwasser und Nahrung bringt. Genau aus diesen Gründen sind sie auf die Beobachtung der Natur angewiesen. Sie schauen den Himmel an, um festzustellen, ob es regnen wird oder nicht. Sie orientieren sich nach den Sternen oder beurteilen die Uhrzeit nach dem Stand der Sonne.
Wir hier machen uns selber einen grossen Stress im Alltag und vergessen uns an Kleinigkeiten zu erfreuen. Wir setzen im Leben andere Prioritäten wie zum Beispiel das einhalten von Terminen und setzen uns selber so unter Druck, dass wir keine Zeit mehr finden, um die Schönheiten der Natur bewusst wahrzunehmen. Zum Teil sehen wir nur das, was wir wirklich sehen wollen.
Als ich versucht habe, das Leben achtsamer wahrzunehmen, ist mir erst recht bewusst geworden, wie blind ich zum Teil durchs Leben gehe.
Für mich war es eine schöne Erfahrung, mal bewusst einzuatmen um zum Beispiel die Blumen oder den See zu riechen und nicht alles als Selbstverständlich hinzunehmen. Ich habe gestern den Sonnenuntergang beobachtet und das Schattenspiel in der Küche bewundert, was mir sonst nicht aufgefallen wäre. Aber ich befürchte, dass es für mich schwierig sein wird, die Umwelt immer so bewusst wahrzunehmen, weil uns der Alltag leider immer zu schnell einholt.

Achtsamkeit

Gerade bei diesem schönen Wetter fällt mir die Achtsamkeit in der Natur nicht schwer. Während meinen Velotouren geniesse ich einmal mehr die frische Luft, die blühenden Wiesen und den rauschenden Fluss.
Allgemein habe ich mir wirklich vorgenommen, den Alltag etwas achtsamer zu begehen. Auf kleine Dinge mehr zu achten und auch vermehrt zu geniessen.

Achtsam soll man aber auch mit den Mitmenschen umgehen, egal ob gross, klein, weiss oder schwarz. Genau da finde ich hier direkt einen Bezugspunkt zu den hier lebenden Afrikanern. Diesen Leuten sollte man genauso achtsam entgegentreten wie wir das selbst für uns wünschen.

Ich denke, dass die Naturvölker in Afrika mehr auf ihre natürlichen Ressourcen achten, weil sie auch viel direkter darauf angewiesen sind. Da könnten wir noch einiges von ihnen lernen, denn auch wer im Überfluss lebt, sollte nicht vergessen, dass das alles nicht so selbstverständlich ist.

Freitag, 27. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Ich habe zu Hause keinen Fernseher und höre auch kaum Radio. Wenn ich unterwegs bin lese ich oft die 20Minuten-Zeitung. Meine Interessen liegen aber dann jeweils nicht im Bereich Umwelt oder Umweltschutz usw. Deshalb ist mir diese Woche auch keinen Beitrag zur Frage aufgefallen.

Im Bezug auf Afrika denke ich, wird in den Medien zu wenig genau geschildert, was sich wirklich abspielt. Themen aus Europa und Amerika werden gross aufgebauscht, obwohl sie im Gegensatz zu Afrika weniger Hilfe nötig hätten.

Donnerstag, 26. April 2007

Ozonwerte, Klimaveränderung, Waldbrandgefahr

Aktuell in allen Medien ist die Thematik der Klimaerwärmung. Beginnt der Sommer schon im April? Damit direkt verbunden sind auch die erhöhten Ozonwerte, sowie die Waldbrandgefahr. Damit verbunden sind Fragen wie: Sollen wir eine Tempolimite einführen? Darf man überhaupt noch in die Sonne gehen? Usw.
Davon betroffen ist in erster Linie die Ökologie. Niemand kann genau sagen, was diese Veränderung mit unserer Natur macht. Wird es mehr Überschwemmungen geben? Die Waldbrandgefahr ist ebenso eine Gefahr für und wie auch für die Tiere und Pflanzen. Eine eher ökonomische Aspekt beinhaltet auch die Frage der Tempolimite. Können wir uns das leisten? In einer Zeit, in der man möglichst schnell von einem Ort zum anderen kommen muss?
Sozial gesehen könnte man sehr weit gehen und sagen, man sollte bei diesen Ozonwerten und Strahlungen möglichst nicht ans Sonnenlicht. Was würde das wohl für die Gemeinschaft bedeuten?

In Bezug auf Afrika ist auch dieses Thema von Relevanz, denn die Klimaerwärmung, sowie die erhöhten Ozonwerte beeinflussen das Leben auf jedem Erdteil.

Dienstag, 24. April 2007

Ozonbelastung, Pollenbelastung, Waldbrangefahr und und und

Durch den Auftrag, in den Medien auf spezielle Aspekte zu achten, habe ich begonnen, jeden morgen während meiner Fahrt zur Schule Radio zu hören. Aufgefallen ist mir vor allem, dass immer wieder von der Ozonbelastung, den hohen Temperaturen, der Pollenbelastung und der Waldbrandgefahr die Rede ist. Die Waldbrandgefahr und einige Waldbrände waren dann auch gestern im Fernsehen ein Topthema. Durch die Trockenheit, die wegen der hohen Temperaturen und der ausfällenden Regengüssen entstanden ist, sind viele Menschen angespannt. Hinzu kommt der immer höhere Anteil der Heuschnupfenpatienten, die im Moment sehr leiden. Dies hat natürlich Auswirkungen auf das soziale Zusammenleben, man ist gestresst, hat keine Energie und ist genervt. Ich spreche aus Erfahrung und kann diesen Symptomen nur zustimmen. Für die Bauern und anderen Menschen, welche anbauen ist die Trockenheit ein grosses Problem, die Ernte bleibt aus oder ist nicht so ergiebig wie geplant, es können soziale Probleme entstehen. Die meisten jetzigen Probleme beinhalten alle drei Ebenen des Nachhaltigkeitsdreiecks.
Für mich stellt sich die Frage, was ich oder wir alle gegen diese Problematiken tun können. Um die Situation jetzt zu verändern können wir meiner Meinung nach nicht viel tun, für die Zukunft jedoch sieht das ganz anders aus.

Wir sollten acht geben auf unsere Erde und sie so behandeln, wie wir auch von ihr behandelt werden möchten.

In Afrika sieht es nicht viel anders aus, den Unterschied betrachte ich vor allem darin, dass viele Menschen dort keine Medien haben, d.h. sie wissen gar nicht was weiter weg von ihnen passiert. Die Problematiken sind jedoch ähnlich wie bei uns, nur haben viele Menschen dort kein grosses Wissen über Ozonbelastung etc.

Wir können hoffen, dass es bald wieder zu regnen beginnt und die Problematiken ein wenig nachlassen und sich unsere Erde ein bisschen erholen kann.

Die Schattenseiten des schönen Wetters

Ich habe mir bis jetzt keine grossen Sorgen über das anhaltende schöne Wetter ge-macht. Mir war schon bewusst, dass es für diese Jahreszeit zu warm war, aber ich war mir den Folgen, dieser Trockenheit nicht bewusst. Erst der Wochenimpuls brachte mich zum Nachdenken und zum genaueren Wahrnehmen der ganzen Situation mit der Klima-erwärmung.
In den letzten Tagen habe ich Zeitungsartikel zum Thema Klimawandel gelesen und auch in den Nachrichten wurde der warme April auseinandergenommen. Das anhaltende schö-ne Wetter führte bisher zu deutlich übernormalen Temperaturen und trockenen Ver-hältnissen. Infolge der Wärme und des Niederschlagsmangels herrscht in der ganzen Schweiz erhöhte Waldbrandgefahr. Eine Entspannung der Lage ist im Moment nicht in Sicht. Heute Morgen habe ich in der Tageszeitung 20minuten gelesen, dass Nidwalden sogar in gefährdeten Regionen Rauchverbot erlässt.
Die Klimaerwärmung ist vorwiegend durch menschliche Tätigkeiten verursacht worden. Hauptursache ist die Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdöl, Benzin und Gas. Die Folgen unseres rücksichtslosen Handelns sind für die Natur, für die Wirtschaft und für uns Menschen enorm. Die negative Auswirkung der Klimaerwärmung zeigt sich zum Bei-spiel in Form von Trockenheit, die zu Ernteverlusten führt. Auch die Ozonbelastung nimmt stark zu und führt bei vielen Menschen zur Reizungen der Augen und der Atem-wege.
Meines Erachtens wird die Klimaerwärmung die Ärmsten der Armen am härtesten tref-fen. Fluten und Dürre werden ihnen das ohnehin schon harte Leben noch erschweren. Diese Menschen haben sowieso grosse Mühe, sauberes Trinkwasser zu finden. Die Dür-reperiode wird in Afrika bewirken, dass die Menschen unter Wassermangel leiden wer-den.

Wo bleibt der Regen?

Mir ist aufgefallen, dass ich viele Meldungen über den Klimawandeln überlesen und mehr oder weniger einfach so hinnehme. Genau so wie der Krieg im Irak oder Meldungen aus dem Palästinensergebiet.

Ich las nur die Schlagzeilen und dann nicht mehr weiter. Erst als ich über das Thema nachhaltige Entwicklung blogen musste begann ich, die Artikel wieder vollständig durch zu lesen.

Dabei ist mir zum Beispiel ein Artikel in der Tageszeitung 20minuten aufgefallen. Der Titel lautete: „Knochentrockener April – Feuerverbot in sechs Kantonen“. Erst da ist mir richtig bewusst geworden, dass es seit mehr als drei Wochen nicht mehr geregnet hat. Die Erde ist trocken und die Pollen- und Ozonkonzentration in der Luft übermässig. Gerade mich als Heuschnupfen-Allergiker würde es freuen und erleichtern, wenn die Pollen wieder einmal abgeschwemmt würden. Der Regenmangel wirkt sich aber auch negativ auf das Pflanzenwachstum aus und die Waldbrandgefahr nimmt stetig zu. Auch die Ozonbelastung bleibt wegen der starken Sonneneinstrahlung hoch. Ursache für das Ozon sind die Abgase aus Verkehr, Haushalt und Industrie.

Eine Wetteränderung ist laut Meteo in nächster Zeit nicht in Sicht. Heute (Dienstag, 24.4.07) sollen die Temperaturen im Süden und im Wallis sogar bis auf 28 Grad steigen und auch im Norden wird die Sommermarke von 25 Grad erreicht – dies ist rund 10 Grad mehr als an einem typischen Apriltag.

Für mich kommt da unweigerlich die Frage auf „Was tun?“ oder noch viel präziser „Was kann ICH tun?“

Wenn ich das Problem auf das Dreiecksmodell Ökologie, Ökonomie, Soziale übertrage kommt mir folgendes in den Sinn: Die Natur leidet, weil wir der Erde, so wie wir mit ihr umgehen immer mehr Schaden zufügen. Diesen Schaden betrifft aber letztlich auch uns: Immer mehr Menschen haben Allergien oder leiden an Atemwegserkrankungen oder es gehen Ernteerträge aus verloren oder irgendwann hat es kein Wasser mehr. Das ganze ist ein Kreislauf, der irgendwie durchbrochen werden muss. Aber wie???

- carmen thoma -

Freitag, 20. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld

Positve Elemente

Wenn ich in meiner Umgebung nach nachhaltiger Entwicklung ausschau halte, so kommen mir spontan die Themen: Recycling, Glas-und Petentsorgung, Kompostierung usw. in den Sinn.
Die Abfalltrennung in meiner Umgebung empfinde ich sinnvoll und bemühe mich deshalb auch darum, den Abfall naturfreundlich zu trennen.

Defizite

Ich denke mir, dass die Bürger der Schweiz noch schärfere Vorgaben vom Staat erhalten müssten, um sich noch mehr an der Entwicklung der nachhaltigen Zukunft zu beteiligen.
Wenn der Staat einheitlichere und genauere oder eben schärfere Vorgaben in Bezug auf den Umgang mit unserer Umwelt geben würde, wäre es möglich, dass die Gesellschaft sich mehr um dieses Thema kümmern würde.


Was löst es in mir aus?

Es löst in mir aus, dass ich mich selber entscheiden muss, wie wichtig dieses Thema für mich ist.
Ich denke auch, dass die Mehrheit der schweizerischen Bevölkerung interessiert wäre, aber dass das Thema "Nachhaltige Zukunft" nicht allen bewusst ist, und somit auch nicht umgesetzt wird.


Bezug zum Thema

Positiv in Bezug auf das Thema Afrika finde ich, dass wir so als Schweizer ein Bewusstsein für unsere Umwelt pflegen können.
In Afrika leben die Menschen noch viel intensiver mit der Natur zusammen, was mich dazu bewegt, auch der Natur in meiner Umgebung Sorge zu tragen.

Mittwoch, 18. April 2007

+ Elemente NE
In meinem Alltag trage ich zur nachhaltigen Entwicklung bei, in dem ich den Müll sortiere. Beim Einkaufen achte ich darauf, wenige Produkte zu kaufen, die übermässiges Verpackungsmaterial aufweisen. Ich versuche auch öfters den Zug zu nehmen, wobei ich offen zugeben muss, dass mir das nicht immer gelingt. Aus Zeitgründen oder auch aus Bequemlichkeit nehme ich auch oft das Auto. Seit kurzem habe ich begonnen zu biken und radle für kurze Strecken lieber anstatt das Auto zu nehmen. Während der Heizperiode achte ich darauf, die Fenster nicht ständig offen zu lassen. Als Raucherin trage ich auch etwas zur Luftverschmutzung bei und gefährde die Gesundheit meiner Mitmenschen, aber zu meiner Verteidigung kann ich sagen, dass ich die Zigarettenstummel nicht auf den Boden werfe, sondern in den Aschenbecher.

Defizite
Defizite entdecke ich bei der verschwenderischen Haltung meiner Mitmenschen bezüglich Nahrungsmittel, Müllentsorgung und Verkehrsmitteln.
Ich werde wütend, wenn ich sehe, dass jemand den Motor laufen lässt, wenn er kurz in die Bäckerei geht, um etwas zu kaufen. Ich weiss, dass sich Menschen sehr schwer ändern und aus diesem Grund denke ich nicht, dass es etwas bringt, wenn ich etwas sage. Aber den Menschen, die mir nahe stehen, sage ich auch, wenn mir etwas an ihrer Haltung und Handlung bezüglich der nachhaltigen Entwicklung nicht passt.

Afrika
In Afrika gibt es keine Kehrichtsverbrennungsanlagen, ausser vielleicht in grösseren Agglomerationen. Die Menschen dort sind nicht aufgeklärt bezüglich Mülltrennung und dadurch sind sie gar nicht in der Lage, die Folgen ihres Handelns abzuschätzen. In Afrika haben die Menschen andere Prioritäten. Was bei uns als selbstverständlich erscheint, ist in Afrika ein Luxus wie zum Beispiel sauberes Trinkwasser.
Positiv:
Im Bereich der Ökologie achte ich vor allem darauf, dass ich wirklich den Abfall trenne. Ausserdem fahre ich nicht mit dem Auto kurz irgendwo hin, wo ich nicht das Fahrrad nehmen oder zu Fuss gehen könnte.
Essensresten wegzuwerfen bereitet mir extrem Mühe, deshalb achte ich darauf, dass ich das wirklich selten tun muss.

Defizite:
Allgemein schaue ich weniger auf Verpackungen oder auf Labels, die den fairen Handel fördern.

In Bezug auf Afrika:
Ich denke in Afrika leben viele Leute noch naturbewusster und tragen deshalb mehr Sorge zu ihrer Umwelt. Trotzdem ist da sicher noch ein riesiger Handlungsbedarf in Sachen Soziales und Ökonomie. Die Aufklärung durch die reicheren Länder finde ich deshalb sehr wichtig, damit auch hier eine nachhaltige Zukunft garantiert ist.

Dienstag, 17. April 2007

Nachhaltige Entwicklung

Ich und die Gesellschaft
Ich muss zugeben, dass ich persönlich nicht allzu viel, oder besser gesagt nicht so viel wie ich könnte oder eigentlich will, zur nachhaltigen Entwicklung beitrage. Ich recycle so gut es geht und gehe sehr verantwortungsbewusst mit Nahrungsmitteln um, d.h. ich werfe keine Nahrungsmittel weg, versuche also alle Resten wieder zu verwenden oder zu verschenken. Immer öfters kaufe ich auch Bio Sachen. Ich muss aber ehrlich zugeben, dass es mir oft zu teuer ist. Wenn ich es mir aber genau überlege wäre es aber sehr sinnvoll.
In letzter Zeit benutze ich oft das Auto antstatt den Zug. Ich bin mir völlig bewusst, dass dies keine Hilfe zur nachhaltigen Entwicklung ist, doch in der jetztigen strengen Zeit bin ich sehr froh um die 2 Stunden, die ich täglich spare.

Defizite
Grosse Defizite bei der ganzen Gesellschaft sehe ich vorallem bei den Themen
Verkehrsmittel, Verpackungen, Müll und Verschwendung von Lebensmitteln. Ich beobachte oft, dass viele Menschen überhaupt nicht auf die Abfalltrennung achten und sehr verschwenderisch mit den Lebensmitteln umgehen. Für mich ist das sehr schlimm wenn ich sehe, wie andere ihre Essensresten wegwerfen und ich weiss wie viele Menschen auf der Welt Hunger leiden. Ich sehe es aber nicht als meine Aufgabe an, andere zu ermahnen besser auf unsere Erde und ihre Ressourcen zu achten. Natürlich versuche ich, bei Menschen, die mir nahe stehen, eine Diskusion auszulösen. Aber leider hilft dies nicht immer oder führt nur kurzfristig zu Erfolg.
Solche Beobachtungen lösen bei mir Angst, Ärger, Wut und auch viel Hilfslosigkeit von meiner Seite aus. Oft habe ich aber auch gar nicht die Energie mich täglich mit diesem Thema zu befassen, denn es ist sehr ernüchtern was herauskommt.

NE und Afrika
In Bezug zu Afrika kann ich nur folgendes sagen. Sicherlich findet in Afrika noch weniger statt zum Thema nachhaltige Entwicklung. Doch ich will diese Menschen auch ein bisschen in Schutz nehmen, denn ich denke, dass sie gar nicht das Wissen über die Erde und ihre Probleme haben so wie wir. Und auch wenn sie es hätten, wer hat schon die Energie sich Sorgen über solche Dinge zu machen, wenn man nicht mal weiss ob man genug zu essen für die Kinder besorgen kann. Geld spielt bei diesen Sachen sicherlich auch eine Rolle. Wenn nicht mal genug Geld für Nahrungsmittel für alle da ist, wie soll dann eine Recyclinganlage finanziert werden?

Abfall

Positive Elemente
Spontan kommt mir der Abfall und die Abfalltrennung als positives Element von nachhaltiger Entwicklung in den Sinn. Ich achte darauf, denn Müll nach Büchsen, Aluminium, Petflaschen, Batterien etc. zu trennen. Zudem sammle ich Zeitungen und Karton, welche ich einmal im Monat der Zeitungs - bzw. Kartonabfuhr mitgebe. Rüstabfälle werden im garteneigenen Kompost kompostiert und später als Erde wieder der Natur zugeführt.

Ich versuche etwas zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen, indem ich qualitativ hochwertige Produkte kaufe, die lange halten und deshalb weniger Abfall verursachen. Zudem ist es mir wichtig beim Einkaufen Produkte zu kaufen, die nicht einen Berg voll Abfall mit sich bringen. So achte ich beispielsweise darauf, nicht für jede Frucht einen separten Plastiksack zu nehmen.

Defizite
Oft steht der Preis eines Produktes im Vordergrund und nicht etwa, die Verpackung oder die Qualität. Aber auch ich kaufe ab und zu ein Produkt, das schön aussieht, dafür aber viel Abfall produziert oder günstig ist, dafür nicht so lange hält. Ich denke es ist wichtig, ein gesundes Mittelmass zu finden.

Bezug zu unserem Gruppen-Thema Afrika
Aus Erzählungen von Leuten, die Afrika schon einmal besucht haben, weiss ich, dass eine Abfalltrennung auf diesem Kontinent kaum stattfindet. Zumindest in Kenya wurden die Abfälle offen in Hinterhöfen gelagert und von Zeit zu Zeit abgeholt. In der Zwischenzeit konnten sich Affen, vielleicht auch Menschen davon ernähren. Überall hiengen Plastiksäcke an den Bäumen und lag Abfall am Strassenrand. Dies zeigt mir, dass es ganz unterschiedliche Vorstellungen im Umgang mit Abfall bzw. Recycling auf der Welt gibt. Vielleicht besitzen sie das Know-how nicht, vielleicht fehlt ihnen aber auch schlichtweg das Geld um den Abfall sauber zu trennen und zu vernichten.

Montag, 16. April 2007

Herzlich willkommen bei Afrikas