Das letzte Wochenende hatte (oder nahm) ich mir wieder einmal viel Zeit, um die Natur zu geniessen.
Mit einer Kollegin machte ich einen langen Spaziergang durchs Riet. Der Föhn fegte uns fast weg, aber es war eine wunderschöne Erlebnis. Ich habe es genossen, nur meine Kollegin, die Natur und ich. Es war so schön still (ausser natürlich das Rauschen des Windes), alles war grün, was irgendwie einen entspannende Einfluss auf mich hatte, und wir waren die einzigen Menschen weit und Breit.
Als ich wieder zu Hause war, ging es mir jedoch nicht sehr gut. Die vielen herumwirbelnden Pollen hatten meine Schleimhäute extrem gereizt, so dass ich kaum noch sehen und atmen konnte. Das hat mich sehr beschäftigt. Ich bin allergisch auf die Natur! Kann das sein? Ist das normal? Wenn ich mich in meinem Freundeskreis umhöre merke ich jedoch, dass sehr viele Leute unter Heuschnupfen leiden – Tendenz steigend.
Ich fühle mich als Teil der Natur. Aber gerade wenn mir der Wind um die Ohren fegt wird mir bewusst, dass wir nicht gleichwertig sind, sondern die Natur immer mächtiger bleiben wird. Es gibt Plätze in der Natur, in denen ich mich besonders gerne aufhalte. Sie lassen mich ruhig werden, über Dinge nachdenken oder einfach nur glücklich sein. Draussen in der Natur gibt es immer wieder Neues zu entdecken – obwohl man glaubt, schon alles gesehen zu haben.
Ich habe keine Ahnung, wie die Menschen in Afrika die Natur wahrnehmen. Ich schätze jedoch, dass sie dies noch viel bewusster als wir tun, denn sie sind teilweise wahrscheinlich direkt von ihr abhängig. Die wenigen Nomadenvölker leben wahrscheinlich im Einklang mit der Natur und ziehen in ihrem Rhythmus weiter.
Mittwoch, 30. Mai 2007
Ich und die Natur
Dienstag, 29. Mai 2007
Ich und die Natur
Sonntags war ich auf einem längeren Spaziergang, zuerst auf dem Hof mit Eseln und Pferden, dann ging es zu Fuss auf die Burg Sola. Geniessen konnte ich diesen Ausflug nicht wirklich, da mich meine Tierallergie und der Heuschnupfen so sehr plagten, dass ich dauernd am Niesen war und kaum mehr aus den Augen sah. Aus diesen Gründen konnte ich die Natur auch nicht wirklich still wahr nehmen, was ich eigentlich sehr schade finde. Ich befand mich an diesem Nachmittag in einem Dilemma, einerseits liebe ich die Natur und wollte draussen bleiben, andererseits konnte ich kaum mehr atmen und fühlte mich nicht wohl.
Am Abend bin ich nochmals im Garten gesessen und da hat es besser funktioniert. Ich konnte einen Spatz hören, wie er pfeift, den Bach, wie er rauscht und die Blätter der Bäume, wie sie vom Wind hin und her gewirbelt werden. Ich fühlte mich in diesem Moment der Natur sehr nahe und habe das richtig genossen. Ich bin gerne ein Teil dieser grossen Natur, aber nur, wenn ich mich in der Umgebung wohl fühle. In meiner Freizeit bin ich sehr gerne in der Natur, sei das beim joggen, beim wandern oder spazieren oder beim Gleitschirmfliegen, meinem neuen Hobby. Wenn ich fliege fühle ich mich frei, bin ganz alleine und weit weg von allen, kann die Natur nur für mich geniessen und kann fliegen wohin es mir gefällt. Jetzt wird mir gerade bewusst, dass ich unbedingt wieder einmal fliegen sollte, denn dies habe ich auf die Seite geschoben wegen den Prüfungen etc. Doch ich glaube es würde mir gut tun, mich wieder einmal ein bisschen zu erholen.
Natur - "Energietankstelle"
Mir fielen plötzlich unzählige Einzelheiten auf wie die herumfliegenden Blüten der Bäume, der Sonnenuntergang, die Farbe des Sees und des Himmels, die herrliche warme Abendluft und das zwitschern der Vögel. Ich sog alles in mich auf und bemerkte auf einmal, dass in mir ein Gefühl der Ausgeglichenheit und Sinnlichkeit aufstieg. Ich liess mich faszinieren von all diesen Schönheiten und war einfach glücklich, ein Teil der Natur zu sein.
Für mich ist die Natur ein Fluchtort vor dem Alltagsstress und eine „Energietankstelle“. Ich bin der Meinung, dass wir die Natur nicht nur brauchen, um physisch zu überleben, sondern auch für unser psychisches und seelisches Wohlergehen.
Erkenntnisse für unser Blogthema:
Ich denke, dass sich die Menschen in Afrika nicht extra Zeit nehmen müssen, um sich mit der Natur auseinander zu setzen oder um die Natur zu geniessen. Sie setzen sich andere Prioritäten im Leben und lassen sich nicht von Terminen unter Druck setzen, so dass sie keine Zeit mehr finden, die Schönheiten der Natur bewusst wahrzunehmen. In meinen Augen nehmen sie die Zeichen der Natur bewusster wahr und können sie auch besser interpretieren.
Samstag, 26. Mai 2007
AGENDA 21
Die Themen und Ideen der Agenda 21 in Verbindung mit der Schule leuchten mir sehr ein und motivieren mich, als zukünftige Lehrerin, gewisse Aspekte selber in einer Klasse auszuprobieren. Vorallem hat mir gefallen, dass wir als Schule im Hinblick auf eine nachhaltige Zukunft ein Vorbild für die Gesellschaft sein können. Dies schliesst natürlich ein, dass sich alle Lehrer, Eltern, Schüler, Abwärte usw. an den Projekten beteiligen.
"Die Schulen dürfen sich aber auch nicht impotent fühlen, was die Chance gesellschaftlicher und biographischer Beeinflussung betrifft. Leider fühlen sich viele Schulen sehr viel mehr als die Opfer von Umständen denn die Gestalteter von Geschichte." (Agenda 21, Otto Herz, S.57)
Genau dieser Aspekt gefällt mir. Als Schulen können wir der Gesellschaft einen Schritt voraus gehen und sie gleichzeit auch an unserer Arbeit Teil haben lassen.
Schulen und ausserschulische Partner sollen zusammen wirken um geimeinsam etwas zu erreichen. Die Idee zum Beispiel, dass die Schulhäuser mit Solaranlagen bestückt werden, können bewirken, dass diese auch für Privathäuser attraktiv werden können.
Ideen der Agenda 21 sollen und können gut in einem Schulprogramm Platz haben.
In Bezug auf unser Blogg - Thema finde ich die Idee der Grundschule in Melle, wie Otto Herz berichtet (S.58), dass sich jede Klasse ein Land auf einem anderen Kontinent sucht, mit dem er im Laufe des Jahres Kontakt aufnimmt, sehr attraktiv. Das Land Afrika im Verlgeich zur Schweiz eignet sich im Hinblick auf das Theam der nachhaltige Zukunft sehr gut, da wir im Gegenastz zur afrikanischen Bevölkerung sehr anders leben.

"In der Melle Grundschule wachsen die Kinder auf mit Gefühlen und einem Denken in globalen Bezügen. Das überfodert die Kinder nicht. Das wertet die Kinder auf." (Agenda 21, Otto Herz, S.58)
Toll, nicht?
Freitag, 25. Mai 2007
Agenda 21
Die Idee von Verantwortungsprojekten finde ich spannend und wäre bestimmt durchführbar.
Dass die Schaufenster von Kaufhäusern für Ausstellungszwecke für die Schule genutzt werden könnten, wirkt für mich sehr befremden. Ich frage mich, welches Kaufhaus seine Werbefläche für solche Themen bereitstellt? Es wäre vielleicht möglich auf diese Weise für eigene nachhaltige Produkte zu werben.
Der Kontakt zu anderen Ländern ist eine wichtige Säule, um die globale Auswirkung sehen zu können. Deshalb finde ich die Idee gut, durch Briefe, Forschungen über Produkte aus anderen Ländern, Filme usw. etwas über andere Kulturen zu erfahren. Nur so kann man die Zusammenhänge in der ganzen Welt besser verstehen. Auf diesem Weg könnte man auch einiges über Afrika erfahren und sich durch direkten Austausch über die Situation dort informieren.
Die Vision, dass jeder Lernende einmal für ein halbes Jahr ins Ausland sollte ist für mich etwas hochgegriffen. Natürlich könnte man sich so die Umstände in einem anderen Land am Besten vor Augen führen, aber wie soll das organisiert und finanziert werden?
Donnerstag, 24. Mai 2007
„Auch der Weg von 100'000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt“
Impulse für meinen Zukünftigen Unterricht:
„Auch der Weg von 100'000 Meilen beginnt mit einem ersten Schritt“. Dieses Zitat scheint mir wesentlich für die Arbeit mit der Agenda 21 bzw. zum Thema nachhaltige Entwicklung/nachhaltige Zukunft in meinem Unterricht.
Der Artikel beschreibt viele spannende Projekte von Schulklasse, Schulteams und ganzen Schulhäusern. Mir gefällt zum Beispiel die Idee mit einer Klasse aus einem anderen Kontinent in Kontakt zu stehen oder in einem Schaufenster eines Kaufhauses das Schwinden der Arten einem breiten Publikum bewusst zu machen. Also den „Mikrokosmos Schule“ zu verlassen und die Öffentlichkeit anzusprechen. Meine Frage liegt momentan aber eher darin, wie ich das Thema nachhaltige Entwicklung im Kindergarten thematisieren kann. Viele der beschriebenen Projekte richten sich an ältere Schüler und erfordern ein komplexes Verständnis der Abläufe auf der Welt.
Als ich mich näher mit dem Thema beschäftigt habe, ist mir aufgefallen, dass solche Aspekte aber gut auch im Kindergarten, einfach im kleineren Rahmen, thematisiert werden könne. Das kann zum Beispiel beim Znüni anfangen. Ich könnte mit den Kindern ein Gespräch darüber führen, woher ihre Produkte kommen, wer sie wohl angebaut hat und welchen Weg sie zurücklegten, bis sie in ihrem Znüni-Täschli landeten. Auch das Schwinden der Artenvielfalt, beispielsweise bei den Tieren könnte anhand von Bildern aufgegriffen werden. Mir ist bewusst geworden, dass ich im kleinen, mit alltäglichen Dingen beginnen muss, bevor ich auf komplexe Zusammenhänge schliessen kann. Deshalb habe ich auch das Zitat gang am Anfang gewählt – einen Schritt zu tun ist besser, als sich nicht von der Stelle zu rühren.
Als Schweizer-Schulklasse wäre es beispielsweise möglich, Brief oder Email Kontakt mit einer Afrikanischen Klasse aufzunehmen um ihre Lebensweisen und Vorstellungen in Bezug auf nachhaltige Entwicklung kenne zu lernen.
Agenda 21 im Unterricht
Eine ganz klare Botschaft hat der Artikel an mich gesendet. Baue die Bearbeitung nachhaltiger Themen in den Unterricht ein. Wenn ich auf meine bis jetzt unterrichteten M+U Themen zurückschaue fällt mir auf, dass ich das bis jetzt nicht getan habe. Spontan kommt mir zu dieser ganzen Thematik ein Schulhausübergreifendes Projekt in den Sinn, bei dem sich die Kinder mit unterschiedlichen Problematiken der Agenda 21 wie z.B. Armutsbekämpfung, Bekämpfung der Entwaldung, Erhalt der biologischen Vielfalt etc. auseinandersetzen können. So können auch die Ergebnisse würdig präsentiert werden und evtl. sogar an einem Elternanlass weitergegeben werden. Bei einem sehr grossen Projekt kann vielleicht sogar eine Ausstellung im Dorf oder in der Stadt eingerichtet werden. In solch einem Projekt findet sicherlich auch eine fächerübergreifende Bearbeitung statt.
In meiner späteren Unterrichtstätigkeit möchte ich auf jeden Fall solche Themen mit den Kindern bearbeiten, vor allem die Idee mit dem Schulhausübergreifenden Projekt gefällt mir gut.
Zum Thema Afrika passt vor allem die Armutsbekämpfung, Bekämpfung der Entwaldung etc. Würde man das Thema Afrika behandeln, könnte man auf all diese Problematiken eingehen und das Thema fächerübergreifend behandeln. Denn afrikanische Lieder, Gerichte, Zeichnungen etc. gehören ebenso zu einer guten Bearbeitung des Themas und ist vor allem für Unterstufenschüler wichtig, um die Vernetzungen aufzuzeigen.
Mittwoch, 23. Mai 2007
„Wer die Welt verstehen will, der mache die Augen auf und nicht den Mund.“
Für mich stellt die Bearbeitung der Agenda 21 eine wirkliche Chance dar, um die Nachhaltigkeit mit den Schülern zusammen aufzuarbeiten. In vielen Schulen habe ich bereits Ansätze, wie fächerübergreifendes Lernen und Arbeiten, Projektarbeit, Assembly, Nachhaltigkeitsaudit im „Haus des Lernens“, internationale Kommunikation und das Mitwirken über die Schulgrenzen hinaus, selber gesehen und erlebt.
Wir als Lehrpersonen sind für die Sensibilisierung unserer Schüler verantwortlich. Die Kinder können die Augen nicht öffnen, ohne auf die Probleme unserer Umwelt aufmerksam gemacht zu werden. Ihnen müssen Wege aufgezeigt werden, damit sie nachhaltig denken und handeln können.
Montag, 21. Mai 2007
Analyse und Weiterentwicklung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Milch"
- Thema ist von Anfang an sehr vernetzt dargestellt
- Es wird von den Fragen der Kinder ausgegangen
- Zusammenstellung der Ideen auf einem Plakat (Angabe der Lernziele)
- Werkstatt dient als Beantwortung der Fragen der Kinder
- verschiedene Sozialformen angewendet
- Kinder erarbeiten das Thema anhand einer vernetzten Darstellung eines Teilgebietes
des M&U – Themas
- Weg zur Beantwortung der Fragen wird schriftlich festgehalten
Welche Teilkompetenzen wurden angestrebt
- a.5
- b.5
- c.1
- d.1
- e.1
Didaktische Prinzipien
- Vernetztes Lernen
- Partizipationsorientierung
- Handlungs- und Reflexionsorientierung
- Entdeckendes Lernen
- Zugänglichkeit
Methoden
- Gruppenarbeit
- Fragen beantworten
- Recherchieren
- Diskutieren
- Postenarbeit
- Handelndes Lernen
Weiterentwicklung der Unterrichtseinheit
- Exkursion
- Fächerübergreifendes Lernen:
Gestalten = Logo
Werken = Milchkrug
Musik = Lieder komponieren (Warum ist Milch gut?)
Deutsch = Briefe schreiben mit Kinder aus anderen Ländern
Mathe = Sachaufgaben (Milchpreisen) erfinden
- Kulturgeschichtliche Bedeutung der Milch mit den Kinder bearbeiten
Teilkompetenzen:
- e.3
- g.3
- e.6
- c.5
Freitag, 18. Mai 2007
Meine Motivation zur nachhaltigen Entwicklung
Was mich zu nachhaltigem handeln motiviert:
In erster Linie denke ich, dass ich oft nachhaltig handle, weil ich so erzogen wurde. So wurde mir zum Beispiel immer wieder gesagt, dass man den Abfall nicht auf den Boden wirft oder das Licht brennen lässt, wenn man nicht im Raum ist.
Wenn ich beispielsweise die Klimaveränderungen am eigenen Leib erlebe, motiviert mich das ebenfalls zum nachhaltigen Handeln. So litt ich beispielsweise dieses Jahr schon aussergewöhnlich früh an Heuschnupfen – das gibt mir zu denken und motiviert mich zum Handeln. Ich frage mich aber jeweils, was ich konkret dagegen tun könnte.
Ein anderer Aspekt ist der Gedanke an die Nachgeborenen. Ich möchte, dass auch sie in einer Welt mit Wäldern und unbebauten Wisen, mit gesunder Luft zum atmen und sauberem Wasser aufwachsen können.
Am nachhaltigen Handeln hindert mich am meisten die Bequemlichkeit und das Geld. Ich nehme zum Beispiel manchmal das Auto – obwohl ich auch den Zug benutzen könnte oder entscheide mich für ein günstigeres Produkt, das jedoch nicht aus fairem Handel stammt oder von weit her eingeflogen wurde.
Mittwoch, 16. Mai 2007
Warum nachhaltig handeln?
Von meiner Familie her habe ich gewisse Dinge, wie Abfalltrennung usw. einfach mitbekommen und tue es jetzt einfach, weil ich so erzogen worden bin.
In Bezug auf Labels und fairen Handel möchte ich mit meinem Verhalten etwas für andere tun, welche nicht so ein privilegiertes Leben wie wir führen können. Uns in der Schweiz geht es gut, deshalb finde ich es nicht mehr als "fair", auch anderen bessere Chancen zu gewähren.
Afrika ist ein solcher Erdteil, durch unsere Hilfe können wir die Lebensmöglichkeiten in Afrika helfen zu verbessern.
Wer handelt nachhaltiger? Diejenigen Menschen in Afrika oder wir?
Aber ich muss auch ehrlich zugeben, dass sich bei gewissen Sachen mein Egoismus durchsetzt. Wenn ich zum Beispiel ein T-Shirt anziehen möchte, dann lasse ich die Waschmaschine auch Mal halbvoll laufen und benutze zum Trocknen den Wäschetrockner. Ein anderes Beispiel ist, dass ich wenn ich vom Dorf etwas kaufen will, das Auto nehme, obwohl ich gut mit dem Velo in 10 Minuten dort sein könnte. Beim Kochen könnte ich weniger Wasser nehmen und den Deckel drauf tun, aber dann wäre es unmöglich, nebenbei nicht noch etwas anderes zu tun, weil das Wasser überlaufen würde. Wenn ich Ferien machen will, dann buche ich lieber einen Flug, weil das viel schneller geht und zum Teil sogar billiger ist. Also auch bei mir dominiert in bestimmten Bereichen mein Egoismus, worauf ich nicht stolz bin.
Ich frage mich, wie die Menschen in Afrika überhaupt nachhaltig handeln können, wenn sie gar nicht die nötigen Mittel und das Bewusstsein oder die Sensibilisierung haben, nachhaltig zu sein. Aber dann frage ich mich zugleich, ob diese Menschen nicht schon nachhaltiger handeln als wir, wenn sie tausende Kilometer pro Jahr zu Fuss zurücklegen, um Wasser zu holen, wenn sie sich völlig einseitig mit einem Brei, das aus Maismehl und Wasser besteht ernähren oder wenn sie das Essen sogar selber anbauen, wenn sie nie das Auto nehmen und somit kein Abgas produzieren, wenn sie Kerzenlicht statt elektrisches Licht brauchen, wenn sie kein fliessendes warmes Wasser haben und sich wenn überhaupt im Fluss waschen?
Wer handelt nachhaltiger? Diejenigen Menschen in Afrika oder wir?
Montag, 14. Mai 2007
Warum ich nachhaltig lebe!
Mich motiviert vor Allem der Gedanke an meine Kinder, die ich einmal haben möchte, nachhaltig zu handeln. Ich möchte nicht, dass sie auf einem Planeten leben, auf dem sie auf die Schönheit der Natur verzichten müssen. Natürlich kommt auch mein Verantwortungsgefühl zum Zuge, ich möchte Rücksicht nehmen auf die anderen Lebewesen. Ich möchte auch nicht, dass man mit mir so rücksichtslos umgeht. Mich macht es wütend, wenn ich Menschen sehe, die allen Abfall auf den Boden schmeissen, unachtsam mit Tieren und Pflanzen umgehen und sich überhaupt nicht bewusst sind, was sie mit all dem anrichten.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich auch nicht immer gleich intensiv nachhaltig handle. Dies kommt ganz auf meine Stimmung und meine Zeit für mich an. Wenn ich total im Stress bin, gehen solche Sachen unter, was eigentlich sehr schade ist, aber ziemlich schwierig dagegenzusteuern.
Wie sieht das wohl in Afrika aus!? Ich glaube nicht, dass sich die Menschen in Afrika so bewusst sind, was sie der Erde antun, wenn sie nicht nachhaltig leben. Bei vielen Menschen muss diese Frage aber auch gar nicht aufkommen, weil sie z.B. gar nicht verschwenderisch leben können, weil sie froh sind, wenn sie etwas zu essen haben. Ich glaube es gibt dort viele Menschen, die mit der Natur in einer Symbiose leben. Sie brauchen zwar die Pflanzen und Tiere, aber nur soweit sich diese wieder erholen können, d.h. es nicht schädlich für sie ist. Natürlich sind nicht alle Menschen in Afrika so, aber ich denke es gibt immer noch solche.
Ich denke oft an die Menschen in Afrika, vor Allem wenn ich mal, was ich sehr selten mache, essen wegschmeisse, weil es nicht mehr gut ist. Genau in solchen Momenten kommen mir diese Menschen in den Sinn. Ich habe dann oft ein schlechtes Gewissen, dies finde ich jedoch positiv, weil mich dies davon abhält, dies öfters als nötig zu tun.
Motivation zur nachhaltigen Handlung
Ich fühle mich der Natur und auch meinen Mitmenschen gegenüber verantwortlich.
Deshalb schaue ich in meinem Alltag darauf, auf verschiedenen Ebenen, für eine nachhaltige Zukunft die Augen offen zu halten.
Am wichtigsten ist mir der Gedanke dabei, dass ich meinen Nachkommen eine Welt hinterlassen möchte, in der man noch Leben kann.
Ich finde es aber zum Teil auch schweirig das Ganze umzusetzen, da ich ja momentatn hier und jetzt lebe und die nachkommende Generation noch nicht wirklich sichtbar ein Teil meines Alltags ist.
Auch überlge ich mir, wenn ich zum Beispiel eine kurze Strecke mit dem Auto statt mit dem Zug fahre, ob ich dadurch viel zur nachhaltigen Zukunft beitragen kann.
Denn ich denke mir dann, "Was nützt nun eine einzelne Fahrt von mir in Bezug auf das Ganze..." Wenn jadoch alle anfganen würden, die kleineren Autofahrten beiseite zu lassen, könnten wir gemeinsam etwas erreichen.
Als einzelne Person kann man aber auch ein Vorbild für andere sein, deshalb denke ich, dass es auch wichtig ist meine Ideen in dieser Welt in Zusammenhang mit einer nachhaltigen Zukunft umzusetzen.
In Bezug auf unser Bloggthema Afrika, denke ich, dass die Menschen in Afrika ihrer Natur viel mehr Sorge tragen als wir hier in der Schweiz.
Sie leben viel enger mit der Natur zusammen und sind auch von der Natur abhängig, was sie dazu mortiviert, der Natur Sorge zu tragen.
Samstag, 12. Mai 2007
Vernetzungen erkennen
Ich denke es waren einige Leute, wobei jeder vielleicht nur ein kleines Stück dazu Beitrag, dass die Tomaten nun "einkaufbereit" da liegen.
Ich dachte dann an die Arbeit des Säens, des Erntens, des Verpackens, des Transportes ins Lager des Ladens und von dort ins Gestell des Ladens.
Ich muss sagen, die Organisation in der Schweiz ist sehr gut.
Der Kunde kann seine Wahre im Einkaufsladen fasst an allen auch kleineren Orten der Schweiz besorgen.
Die Zusammenarbeit und die gute Organisation dient schlussendlich jedem Schweizerbürger.
In Afrika sieht dies ganz anders aus.
Ich habe vor kurzem das Buch: "Die Wüstenblume" gelesen.
Darin wird beschrieben, wie die Menschen in Afrika leben und was sie alles auf sich nehmen müssen, um zum Beispiel ein paar frische Früchte oder Obst kaufen zu können.
Zum Beispiel muss eine Person weite Strecken laufen, um für die ganze Familie frisches Wasser besorgen zu könnnen.
Die Menschen dort Leben zwar in viel engeren Familienbeziehungen als wir, können aber weniger oder nur selten von den Dienstleistungen anderer profitieren.
Die unsichtbare Vernetzung
Diese Woche war es spannend zu überlegen, woher gewisse Nahrungsmittel kommen und wie sie hier her gelangen. Von welchen Produkten können wir schon genau sagen, welchen Weg sie gemacht haben. Die Produzenten und die Konsumenten haben nur in wenigen Fällen direkt etwas miteinander zu tun. Wenn ich zum Beispiel vom Bauernhof meiner Tante Äpfel oder Eier hole, dann weiss ich woher sie kommen und welche Arbeit dahinter steckt, weil ich auch schon mitgeholfen habe. Esse ich aber zum Beispiel eine Portion Reis, dann weiss ich das nicht genau.
Am Montag im M&U Unterricht sahen wir einen Film zur Herstellung des Kakaos bzw. der Schokolade. Für mich war es sehr spannend zu sehen, wie viel Arbeit wirklich dahinter steckt. Jetzt denke ich beim Konsum von Schokolade oft daran.
Seit ich selbst im Dienstleistungsbereich einen Nebenjob habe, weiss ich auch wie es ist, wenn die Kunden genervt etwas wollen oder nur Kritik ausüben können. Ich achte mich deshalb, dass ich stets freundlich zu solchem Personal bin.
Beziehungen zu pflegen finde ich äusserst wichtig. Zur Zeit merke ich aber, dass die schulische Belastung, sowie die unsichere Zukunftslage an meinen Nerven zerren und es nicht immer einfach ist fair zu den anderen zu sein.
Eine ideale Beziehung lebt von Geben und Nehmen, Rücksicht und Vertrauen. Im Moment ist mir besonders die Beziehung zu meinem Freund und zu seiner Tochter sehr wichtig. Gerade die Beziehung zu einem kleinen Kind empfinde ich als sehr wertvoll, denn man gibt ihnen sehr viel, aber was sie zurückgeben, kann man gar nicht mehr überbieten.
In Afrika sind die Leute noch mehr aufeinander angewiesen, denn ohne einandern (zum Beispiel Arbeit auf dem Feld) geht es nicht. Auch wir sind mit Afrika verbunden, indem wir Rohstoffe importieren. Hier können wir durch Labels etwas für sie tun.
Die Beziehung untereinander ist dort vermutlich anders aufgebaut. Da zählt die Gemeinschaft noch mehr als die Individualität und somit wird auch mehr aufeinander geachtet.
Freitag, 11. Mai 2007
In dieser Woche haben unzählige Personen für mich gearbeitet. Meistens war dies indirekt, bis zum Beispiel eine Banane bei mir ist geht sie durch viele Hände, d.h. viele Menschen haben gearbeitet, damit die Banane so schön gelb und genüsslich bei mir angelangt ist.
Am Dienstag ging ich mit meinem Freund essen. Dort haben auch einige Personen für uns gearbeitet. Doch dort war ich mir dessen voll bewusst. Ich glaube, wenn man selber einmal so einen Job ausgeübt hat, schätzt man die Arbeit dieser Menschen viel mehr und achtet auch darauf freundlich zu ihnen zu sein, auch wenn mal etwas nicht so läuft wie es sollte.
In dieser Woche hatte ich zu einigen Personen eine Beziehung. Zum grössten Teil zu meinen Kolleginnen an der PHR. Zu Hause war dies vorallem mein Freund, mit dem ich auch zusammen lebe. Was habe ich dazu beigetragen?! Wir tragen beide viel zu einer guten Beziehung bei, wir tun einander viel Gutes und sind sehr rücksichtsvoll miteinander. Ich glaube diese beiden Komponenten sind sehr wichtig für eine gute Beziehung zu einem Menschen.
In Afrika haben die Menschen genauso wie bei uns auch Beziehungen. Ich denke aber, dass diese die wichtigen Beziehungen mehr schätzen, bzw. mehr wahrnehmen, da sie sonst nicht viel haben, an dem sie sich erfreuen können. Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich so ist, ich hoffe es aber für sie, da sie so wenigstens Kraft aus den Beziehungen nehmen können. Ich denke oft an die Menschen in den 3. Welt Ländern, stelle mir oft vor, wie sie sich fühlen. Doch ich glaube, ich kann das nie erfassen, weil ich nicht selber dort lebe.
Vernetzungen
Wer hat für mich gearbeitet?
Ich habe festgestellt, dass sehr viele Menschen jeden Tag für mich arbeiten. So arbeitet mein Vater beispielsweise, um meine Studiengebühren zu finanzieren, die Dozierenden arbeiten, um mir ihr Wissen zu vermitteln, der Bauer in der Schweiz arbeitet für den Kopfsalat, den ich zum Mittagessen verspeise oder die Arbeiter auf einer Bananenplantage in Costa Rica arbeiten, damit ich eine Banane zum Zvieri geniessen kann. Vielfach ist die grosse Arbeit, welche hinter einer Dienstleistung oder einem Produkt steht, nicht erkennbar. Mir fällt das oft auch an der PHR auf: Für einen Modulnachweis werden beispielsweise 30 Stunden benötig. Ich habe 30 Stunden gearbeitet, herausgekommen ist aber ein simples Dokument was die Arbeit dahinter nur erahnen lässt.
In letzter Zeit habe ich vermehrt darauf geachtet, einheimische Produkte oder Produkte aus fairem Handel zu kaufen. Mir ist aber aufgefallen, dass dies gar nicht so einfach ist. Denn oft kostet ein solches Produkt mehr und das achten auf Labels und den Herkunftsort ist manchmal mühsam und zeitaufwändig.
Am Intensivsten war die Beziehung diese Woche wohl zu meinen Mitstudentinnen an der PHR. Ich habe sie jeden von Montag bis Donnerstag jeden Tag gesehen und mit ihnen diskutiert, Arbeiten abgesprochen und ausgetauscht. Klar ist, dass der Kontakt nicht mit jeder Person gleich intensiv ausfällt. In Beziehung stehe ich auch mit Menschen, mit denen ich nur über Email, SMS oder das Telefon Kontakt habe. Auch solche Beziehungen müssen gepflegt werden, damit sie erhalten bleiben. Mein Beitrag zur Pflege einer Beziehung ist Interesse zu zeigen. Ich merke jedoch, dass das mit zunehmendem Stress an der PHR immer schwieriger wird. Oft fehlen mir am Abend die Nerven, um jemandem bewusst zuzuhören und auf ihre / seine Sorgen einzugehen. Manchmal bin ich froh, wenn ich einfach nicht mehr sprechen und zuhören muss. Auf der anderen Seite merke ich aber auch, wie wichtig diese Beziehungen für mich sind und dass sie mich gerade an strengen Tagen wieder aufbauen und motivieren.
Mittwoch, 9. Mai 2007
Lebensnotwendiges, kostbares Gut …
Bei uns in der Schweiz haben wir verschiedene Wasservorkommen, die als Trinkwasser genutzt werden können. Unter anderem durch Aufbereitung von Seewasser. Aber der grösste Teil der Bevölkerung wird durch schon sauberes Grund- und Quellwasser versorgt. In fast allen Haushalten ist fliessendes, warmes und kaltes Wasser vorhanden.
Beim Wasserwerk wird zur Befreiung von Keimen Ozon in das Grund- oder Quellwasser beigemischt. Auch wird ein wenig Chlor in geringen Mengen beigefügt, damit das Wasser auf dem langen Weg von dem Reservoir bis zu den Wasserhahnen in den Häusern auch weiterhin sauber und keimfrei bleibt. Das Grundwasser wird in Reservoirs gepumpt und im natürlichen Gefälle in die unterirdischen Leitungen ge-lenkt. Von dort aus kommt das Wasser in die Häuser.
Das kostbare Gut, das aus dem Wasserhahnen kommt, wird zum Trinken, Waschen, Putzen und Kochen genutzt. Leider wird bei uns das kostbare Trinkwasser sogar zur Spülung der Toiletten benutzt. Eine bessere und effizientere Lösung wäre, wenn wir zur Spülung der Toilette das Regenwasser gebrauchen würden. Das fliessende Was-ser ist bei uns eine Selbstverständlichkeit, was in anderen Ländern ganz und gar nicht so ist.
In Afrika wird zum Beispiel die Trinkwasserversorgung nicht sichergestellt. In vielen afrikanischen Grossstädten sind maximal 25 % der Wohnungen an eine Wasserver-sorgung angeschlossen. Viele Menschen sind auf die öffentlichen Wasserstellen an-gewiesen, die sie bezahlen müssen. Aber ein Grossteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zur öffentlichen oder privaten Wasserversorgung. Sie sind auf das Wasser der Bäche, Flüsse, Seen sowie auf die Brunnen angewiesen. Ebenfalls müssen viele Frauen jeden Tag lange Wege zurücklegen um überhaupt an Wasser zu kommen. Diese Wasserstellen für Menschen und Tiere sind verschmutzt. Typische Erkrankun-gen, wie zum Beispiel Durchfall sind gerade bei Kleinkindern die Folge. Oftmals ist auch keine ausreichende medizinische Versorgung vorhanden, was zur Folge hat, dass viele Menschen sterben.
Dienstag, 8. Mai 2007
Begleitung des Afrika-Themas
Ich werde Sie als Dozent bei Ihrer Arbeit begleiten. Ich habe im Moment noch einige Probleme mit dem blogen, aber das wir sich ergeben.
Ich bin Theologe und arbeite in einer Buchhandlung und als Dozent in MU. Das Thema interessiert mich und ich werde Ihre Arbeit gerne begleiten.
Jetzt wünsche ich Ihnen eine schöne Woche und freue mich auf die nächste Begegnung.
mit freundlichen Grüssen
Karl Hufenus
Montag, 7. Mai 2007
Achtsam sein
Die letzte Woche habe ich mehrheitlich im Bett verbracht, weshalb es für mich noch schwierig ist, dies zu reflektieren. Wenn ich aber an meine Achtsamkeit denke, die ich sonst so habe, bin ich zufrieden. Ich erfreue mich oft an kleinen Sachen wie einer Libelle, die herumschwirrt, einem lachenden Kind oder der Sonne, die meine Haut erwärmt. Für mich ist es das Schönste, wenn ich jemandem ein Lächeln aufs Gesicht zaubern kann, aus diesem Grund beobachte ich die Menschen genau und versuche herauszufinden, wie ich das Lächeln erreichen kann. Meistens gelingt es mir achtsam zu sein. Ich merke, dass wenn ich dies nicht mache, geht es mir nicht gut. Ich bin dann unzufrieden und muss mir dann wieder einmal bewusst machen, wie viele schöne Dinge es auf der Welt gibt und wie glücklich ich mich schätzen kann.
Es gibt ein Haufen Sachen, die mein Leben sinnvoll machen. Es sind dies all die lieben Menschen um mich herum, die mir ganz viel Liebe geben. Wie erwähnt sind es aber auch kleine Sachen, die es lebenswert machen.
Freitag, 4. Mai 2007
Achtsamkeit
besonders war.
Was mir aber im Nachhinein auffällt ist, dass ich oft während meinen Zugfahrten aus dem Fenster schaue und Gott für die schöne Natur danke. Ich geniesse dann den Anblick von grünen Wiesen und Bäumen die im Licht der Sonne beleuchtet werden, neben den zu lesenden literarischen Texten....
Ich denke in Bezug auf mein Wochenthema wäre es sehr sinnvoll sich bewusster zu machen, was für einen Lebensstandard wir als Schweizer jeden Tag geniessen können. Vieles ist für uns einfach selbstverständlich und man nimmt zum Beispiel den Luxus des fliessendenTrink-Wassers in allen Haushalten in der CH nicht mehr war. In Afrika ist der Wassermangel auch heute noch ein grosses Problem. Ich finde es einfach wichtig, dass wir als CH den hohen Lebensstandard bewusster wahrnehmen, den Luxus schätzen lernen und damit achtsam umgehen.
Achtsamkeit
Diese Woche war es sehr schwierig, achtsam zu sein. Ich hatte kaum „Gelegenheit“ dazu, weil ich von einem Termin zum anderen hetzte, 1000 Dinge für die PHR und privat erledigen musste.
Manchmal geht alles einfach viel zu schnell um den Dingen die nötige Achtsamkeit zu schenken. Ich war diese Woche so mit mir selbst beschäftigt, dass ich zum Beispiel kaum Zeit fand, den Geburtstag meiner besten Freundin zu feiern. Mir fällt auf, dass ich diese Woche niemanden ernsthaft gefragt habe: „Wie geht es dir?“
Um achtsam sein zu können braucht es Zeit. Man muss genau hinschauen und bereits sein, Dinge genauer zu betrachten und wahr zu nehmen.
Ich finde es sehr schade, dass wir uns diese Zeit so wenig nehmen, denn es gibt draussen in der Natur so viele faszinierende Dinge zu entdecken.
Ich nehme mir für die nächste Woche vor, mein „Tempo“ etwas herunter zu fahren (sofern dies mit der PHR möglich ist…) und mehr auf die kleinen, unscheinbaren Dinge zu achten.
In Bezug auf unser Gruppenblogthema hat Achtsamkeit einen grossen Stellenwert. Ich denke da zum Beispiel an in der Schweiz lebende Afrikaner. Sie fallen meist schon wegen ihrer Hautfarbe auf und werden deshalb be-achtet. Sie werden aber wegen ihrer Hautfarbe manchmal auch ver-achtet. Achtsamkeit in Bezug auf den Umgang mit anderen Kulturen würde für mich heissen, den Unterschied anzuerkennen und den Besonderheiten Beachtung zu schenken und diese als etwas positives wahr zu nehmen.
Dienstag, 1. Mai 2007
Mit geschärften Sinnen durchs Leben gehen!!!
Wir hier machen uns selber einen grossen Stress im Alltag und vergessen uns an Kleinigkeiten zu erfreuen. Wir setzen im Leben andere Prioritäten wie zum Beispiel das einhalten von Terminen und setzen uns selber so unter Druck, dass wir keine Zeit mehr finden, um die Schönheiten der Natur bewusst wahrzunehmen. Zum Teil sehen wir nur das, was wir wirklich sehen wollen.
Als ich versucht habe, das Leben achtsamer wahrzunehmen, ist mir erst recht bewusst geworden, wie blind ich zum Teil durchs Leben gehe.
Für mich war es eine schöne Erfahrung, mal bewusst einzuatmen um zum Beispiel die Blumen oder den See zu riechen und nicht alles als Selbstverständlich hinzunehmen. Ich habe gestern den Sonnenuntergang beobachtet und das Schattenspiel in der Küche bewundert, was mir sonst nicht aufgefallen wäre. Aber ich befürchte, dass es für mich schwierig sein wird, die Umwelt immer so bewusst wahrzunehmen, weil uns der Alltag leider immer zu schnell einholt.
Achtsamkeit
Allgemein habe ich mir wirklich vorgenommen, den Alltag etwas achtsamer zu begehen. Auf kleine Dinge mehr zu achten und auch vermehrt zu geniessen.
Achtsam soll man aber auch mit den Mitmenschen umgehen, egal ob gross, klein, weiss oder schwarz. Genau da finde ich hier direkt einen Bezugspunkt zu den hier lebenden Afrikanern. Diesen Leuten sollte man genauso achtsam entgegentreten wie wir das selbst für uns wünschen.
Ich denke, dass die Naturvölker in Afrika mehr auf ihre natürlichen Ressourcen achten, weil sie auch viel direkter darauf angewiesen sind. Da könnten wir noch einiges von ihnen lernen, denn auch wer im Überfluss lebt, sollte nicht vergessen, dass das alles nicht so selbstverständlich ist.