Dienstag, 17. April 2007

Abfall

Positive Elemente
Spontan kommt mir der Abfall und die Abfalltrennung als positives Element von nachhaltiger Entwicklung in den Sinn. Ich achte darauf, denn Müll nach Büchsen, Aluminium, Petflaschen, Batterien etc. zu trennen. Zudem sammle ich Zeitungen und Karton, welche ich einmal im Monat der Zeitungs - bzw. Kartonabfuhr mitgebe. Rüstabfälle werden im garteneigenen Kompost kompostiert und später als Erde wieder der Natur zugeführt.

Ich versuche etwas zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen, indem ich qualitativ hochwertige Produkte kaufe, die lange halten und deshalb weniger Abfall verursachen. Zudem ist es mir wichtig beim Einkaufen Produkte zu kaufen, die nicht einen Berg voll Abfall mit sich bringen. So achte ich beispielsweise darauf, nicht für jede Frucht einen separten Plastiksack zu nehmen.

Defizite
Oft steht der Preis eines Produktes im Vordergrund und nicht etwa, die Verpackung oder die Qualität. Aber auch ich kaufe ab und zu ein Produkt, das schön aussieht, dafür aber viel Abfall produziert oder günstig ist, dafür nicht so lange hält. Ich denke es ist wichtig, ein gesundes Mittelmass zu finden.

Bezug zu unserem Gruppen-Thema Afrika
Aus Erzählungen von Leuten, die Afrika schon einmal besucht haben, weiss ich, dass eine Abfalltrennung auf diesem Kontinent kaum stattfindet. Zumindest in Kenya wurden die Abfälle offen in Hinterhöfen gelagert und von Zeit zu Zeit abgeholt. In der Zwischenzeit konnten sich Affen, vielleicht auch Menschen davon ernähren. Überall hiengen Plastiksäcke an den Bäumen und lag Abfall am Strassenrand. Dies zeigt mir, dass es ganz unterschiedliche Vorstellungen im Umgang mit Abfall bzw. Recycling auf der Welt gibt. Vielleicht besitzen sie das Know-how nicht, vielleicht fehlt ihnen aber auch schlichtweg das Geld um den Abfall sauber zu trennen und zu vernichten.

4 Kommentare:

Rebi B. hat gesagt…

Schön, dass es doch noch Menschen gibt, die ganz bewusst auf die Abfalltrennung achten. Ich glaube, dass sich einige "eine Scheibe von dir abschneiden" könnten.
Ja die Situation in fremden Ländern ist erschreckend. Ich selbst war auch noch nie in Afrika und habe die Abfallberge hinter den Siedlungen noch nie gesehen - irgendwie bin ich auch froh darüber. Wobei wir "zivilisierten und umweltbewussten" Menschen so diesen Problemen eher aus dem Weg gehen, als aktiv dagegen zu kämpfen.
Bei den Defiziten die du beschreibst, stimme ich dir voll und ganz zu. Dein Ziel - ein gesundes Mittelmass zu finden - schätze ich sehr realistisch ein, wenn man von sich selber ausgeht. Man kann nur hoffen, dass in Zukunft mehr Menschen danach streben.

J. Hauser hat gesagt…

Ich glaube, das Problem, dass in ärmeren Ländern (wie z.B. Afrika) der Abfall nicht richtig entsort wird, liegt meiner Meinung nach hauptsächlich an der finanziellen Lage. Wenn ich mir vorstelle, ich müsste tagtäglich ums Überleben kämpfen, dann ist für mich klar, dass in so einer Situation Umweltschutz keine Rolle spielt. Zuerst müsste der Lebensstandart dieser Menschen verbessert werden, bevor wir von ihnen verlangen auf die Umwelt zu achten.

J. Hauser

starsky hat gesagt…

Ich sehe auch das Problem, dass bei uns Nachhaltigkeit oft zu teuer ist. Ich denke nur an die tollen Bioläden, aber da einzukaufen für einen Haushalt, der gerne gut isst und oft Besuch hat, ist einfach zu teuer. Bei Migros und Coop hingegen schauen wir so gut es geht darauf, dass es zumindest Bio ist...
Ich war in Südafrika und ich war am Anfang ziemlich geschockt, dass wir Glas und Dosen einfach in den Eimer warfen. Meine Houstmother informierte mich dann, dass es eigentlich keine Trennung gäbe, es sei einfach zu teuer. Ob das stimmt, weiss ich nicht. Aber eine Sammelanlage habe ich nie gesehen. Dabei wäre dies etwas wahnsinnig wichtiges. Es wird so viel Geld nach Afrika gespendet, aber ein grosser Teil wird von den Staatsoberhäuptern dann zum Kauf für Waffen ausgegeben... Hier müsste doch angeknüpft werden, um entsprechende Sammelanlagen zu bauen. Und dann wäre "nur" noch die Aufgabe, dies den Einwohnern beizubringen... Was sich auch ziemlich schwierig gestalten könnte...

Weber, Selina LGA04

Seera hat gesagt…

Ich finde es sehr bewundernswert, dass du Produkte kaufst die mehr kosten, dafür aber weniger Abfall produzieren. Persönlich habe ich mich ehrlich gesagt noch zuwenig mit dieser Thematik auseinandergesetzt und gar nicht so bewusst darauf geachtet. Durch deinen Input werde ich aber sicherlich öfters daran denken und mir ein Vorbild an dir nehmen. Danke Carmen...