Mir ist aufgefallen, dass ich viele Meldungen über den Klimawandeln überlesen und mehr oder weniger einfach so hinnehme. Genau so wie der Krieg im Irak oder Meldungen aus dem Palästinensergebiet.
Ich las nur die Schlagzeilen und dann nicht mehr weiter. Erst als ich über das Thema nachhaltige Entwicklung blogen musste begann ich, die Artikel wieder vollständig durch zu lesen.
Dabei ist mir zum Beispiel ein Artikel in der Tageszeitung 20minuten aufgefallen. Der Titel lautete: „Knochentrockener April – Feuerverbot in sechs Kantonen“. Erst da ist mir richtig bewusst geworden, dass es seit mehr als drei Wochen nicht mehr geregnet hat. Die Erde ist trocken und die Pollen- und Ozonkonzentration in der Luft übermässig. Gerade mich als Heuschnupfen-Allergiker würde es freuen und erleichtern, wenn die Pollen wieder einmal abgeschwemmt würden. Der Regenmangel wirkt sich aber auch negativ auf das Pflanzenwachstum aus und die Waldbrandgefahr nimmt stetig zu. Auch die Ozonbelastung bleibt wegen der starken Sonneneinstrahlung hoch. Ursache für das Ozon sind die Abgase aus Verkehr, Haushalt und Industrie.
Eine Wetteränderung ist laut Meteo in nächster Zeit nicht in Sicht. Heute (Dienstag, 24.4.07) sollen die Temperaturen im Süden und im Wallis sogar bis auf 28 Grad steigen und auch im Norden wird die Sommermarke von 25 Grad erreicht – dies ist rund 10 Grad mehr als an einem typischen Apriltag.
Für mich kommt da unweigerlich die Frage auf „Was tun?“ oder noch viel präziser „Was kann ICH tun?“
Wenn ich das Problem auf das Dreiecksmodell Ökologie, Ökonomie, Soziale übertrage kommt mir folgendes in den Sinn: Die Natur leidet, weil wir der Erde, so wie wir mit ihr umgehen immer mehr Schaden zufügen. Diesen Schaden betrifft aber letztlich auch uns: Immer mehr Menschen haben Allergien oder leiden an Atemwegserkrankungen oder es gehen Ernteerträge aus verloren oder irgendwann hat es kein Wasser mehr. Das ganze ist ein Kreislauf, der irgendwie durchbrochen werden muss. Aber wie???
1 Kommentar:
Mir geht es genauso: das Thema Klimawandel ist präsent: die Medien berichten regelmässig darüber. Es fällt mir auf, dass ich bei diesem Thema bereits abgestumpft reagiere: ich lese oder höre kurz, worum es geht und schalte dann ab. Vielleicht, weil wir hier in unserer Gegend noch keine für uns schmerzhaften Erfahrungen aufgrund dieses Problems spüren mussten? Weil ich das Gefühl habe, dabei wenig oder gar nichts ändern zu können oder zu wollen? In erster Linie geniesse ich diesen wunderschönen sonnigen und warmen Frühling, ohne an die negativen Konsequenzen für die Natur zu denken.
Trotzdem: die Nachricht der letzen Tage, dass überdurchschnittlich viele Bienenvölker sterben, hat mich aufmerksam werden lassen. Womöglich auch eine Folge der Klimaveränderung?
Yvonne Stolz, LG 04E
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