Als ich heute Morgen meine Zähne putzte, stellte ich mir die Frage, wie das Wasser zu mir nach Hause gelangt?
Bei uns in der Schweiz haben wir verschiedene Wasservorkommen, die als Trinkwasser genutzt werden können. Unter anderem durch Aufbereitung von Seewasser. Aber der grösste Teil der Bevölkerung wird durch schon sauberes Grund- und Quellwasser versorgt. In fast allen Haushalten ist fliessendes, warmes und kaltes Wasser vorhanden.
Beim Wasserwerk wird zur Befreiung von Keimen Ozon in das Grund- oder Quellwasser beigemischt. Auch wird ein wenig Chlor in geringen Mengen beigefügt, damit das Wasser auf dem langen Weg von dem Reservoir bis zu den Wasserhahnen in den Häusern auch weiterhin sauber und keimfrei bleibt. Das Grundwasser wird in Reservoirs gepumpt und im natürlichen Gefälle in die unterirdischen Leitungen ge-lenkt. Von dort aus kommt das Wasser in die Häuser.
Das kostbare Gut, das aus dem Wasserhahnen kommt, wird zum Trinken, Waschen, Putzen und Kochen genutzt. Leider wird bei uns das kostbare Trinkwasser sogar zur Spülung der Toiletten benutzt. Eine bessere und effizientere Lösung wäre, wenn wir zur Spülung der Toilette das Regenwasser gebrauchen würden. Das fliessende Was-ser ist bei uns eine Selbstverständlichkeit, was in anderen Ländern ganz und gar nicht so ist.
In Afrika wird zum Beispiel die Trinkwasserversorgung nicht sichergestellt. In vielen afrikanischen Grossstädten sind maximal 25 % der Wohnungen an eine Wasserver-sorgung angeschlossen. Viele Menschen sind auf die öffentlichen Wasserstellen an-gewiesen, die sie bezahlen müssen. Aber ein Grossteil der Bevölkerung hat keinen Zugang zur öffentlichen oder privaten Wasserversorgung. Sie sind auf das Wasser der Bäche, Flüsse, Seen sowie auf die Brunnen angewiesen. Ebenfalls müssen viele Frauen jeden Tag lange Wege zurücklegen um überhaupt an Wasser zu kommen. Diese Wasserstellen für Menschen und Tiere sind verschmutzt. Typische Erkrankun-gen, wie zum Beispiel Durchfall sind gerade bei Kleinkindern die Folge. Oftmals ist auch keine ausreichende medizinische Versorgung vorhanden, was zur Folge hat, dass viele Menschen sterben.
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5 Kommentare:
Es war zwar nicht in Afrika, aber in Ecuador, als ich anlässlich meines Sprachaufenthaltes mit meiner Gastfamilie verschiedene Projekte von Wasseraufbereitung besuchen gehen durfte. Er war Ingenieur und vor gut 10 Jahren aus Italien ausgewandert. Er nahm das gewisse Know-How mit nach Südamerika und stellte in Ecuador zusammen mit einheimischen Handwerkern verschiedene Wasseraufbereitungsanlagen und Wasserreservoirs auf die Beine. Es ging hauptsächlich darum, die Bergdörfer mit fliessendem Wasser zu versorgen. Die Leute versammelten sich jeweils um unseren Jeep und fragten uns, ob sie die Pläne anschauen dürfen. Sie waren sehr interessiert daran, endlich fliessendes Wasser in ihren Häusern zu haben, obwohl es kein Trinkwasser war. Aber immerhin, der weite Weg zum nächsten Brunnen bleibt ihnen somit in Zukunft erspart.
Wir sind hier in der Schweiz einfach verwöhnt, indem wir einfach jedes Leitungswasser trinken können. Sogar wenn wir unter der Dusche stehen können wir trinken. Zum Duschen oder vor allem zum Abwaschen müsste man ja nicht unbedingt Leitungswasser verwenden.
Daniel Koller LG C 04
Ich finde deine Überlegungen, wie das Wasser zu dir nach Hause kommt sehr interessant. Bei solchen Fragen denke ich nämlich immer zuerst an Dinge wie: "Wie kommt die Banane in die Schweiz?". Dabei finden Transporte / Vernetzungen ja auch innerhalb der Schweiz, sogar innerhalb meines Dorfes statt. Mir fällt auf, dass die Frage "Wie kommt das Wasser zu mir nach Hause" gar nicht gestellt wird und einfach als selbstverständlich empfunden wird. Dies führt dazu, dass solche "Dienstleistungen"gar nicht mehr geschätzt werden.
Ich finde du hast sehr gute Überlegungen gemacht. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir noch nie so bewusst solche Überlegungen gemacht habe, vorallem nicht betreffend des Wassers. Die Überlegung mit dem Regenwasser finde ich sehr gut, doch es stellt sich die Frage, ob wir soviel Aufwand betreiben wollen für einmal spülen. Denn das Regenwasser muss ja auch von irgendwo geholt werden und dies bedeutet Aufwand. Ich glaube nicht, das der Grossteil der Gesellschaft bereit wäre diesen aufzuwenden.
Auch ich habe deinen Eintrag wirklich spannend gefunden und deine Überlegungen zum Thema sehr treffend. Solange wir bequem und einfach den Wasserhahn aufdrehen können und zu jeder Tages- und Nachtzeit warmes oder kaltes Wasser herausläuft, machen wir uns viel zu wenig Gedanken, wieso das so ist oder was es bedeutet, wenn es denn einmal nicht so wäre. Dass Wasser jedoch ein kostbares Gut ist und wir sinnvoller damit umgehen könnten, leuchtet ein, wenn man sich näher damit befasst. Ich habe es selbst gemerkt während meines Sprachaufenthalts in Afrika, dass es ein Luxus ist, einfach den Hahn aufzudrehen und das Wasser davon zu trinken. Wir mussten Wasser für den direkten Verbrauch abkochen oder mit einer Wasseraufbereitungs-Tablette reinigen. So hatte man dann auch kein Wasser bereit, wenn man nicht schon ein paar Stunden vorher daran gedacht hat, dass man nachher vielleicht noch Wasser benötigt.
Hey you
Ich finde du hast dir sehr gute Gedanken zum Wochenthema gemacht. Wenn man deinen Eintrag liest, dann wird einem so richtig bewusst, wie sehr wir Schweizer den Luxus von Wasser schätzen sollten!!
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